Walser: Sebastian Kurz betreibt mit hetzerischen Behauptungen Schwarze Pädagogik

Grüne kritisieren Generalverdacht gegen Eltern mit migrantischem Hintergrund

Wien (OTS) - "Sebastian Kurz stellt Eltern mit migrantischem Hintergrund unter Generalverdacht und betreibt damit Schwarze Pädagogik", kritisiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, den jüngsten Vorschlag des Integrationsstaatssekretärs. Demnach müsse man die Strafen bei Schulpflichtverletzungen für die "zumeist ausländischen Eltern drastisch erhöhen".
"Woher will Kurz wissen, dass vor allem Eltern mit migrantischem Hintergrund ihre Kinder am Schulbesuch hindern? Es liegen nur aus einzelnen Bundesländern Zahlen über das Ausmaß von Schulpflichtverletzungen vor. Die hetzerischen Behauptungen des Staatssekretärs können durch keine Fakten belegt werden", betont Walser.

"Schulpflichtverletzungen müssen geahndet werden", meint Walser: "Das gilt aber für alle Kinder und Jugendliche und darf nicht in populistischer Manier mit dem Migrationsproblem vermischt werden. Wenn Kurz die Chancen für Kinder mit migrantischem Hintergrund verbessern möchte, muss er gegen den Bildungsbeton in seiner eigenen Partei ankämpfen und den Weg für grundlegende Reformen frei machen. Kurzfristig könnte diesen Kindern geholfen werden, wenn es besser ausgebildete Lehrkräfte sowie einen stärker individualisierten Unterricht geben würde", sagt Walser.

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