Neues Volksblatt: "Fördern!" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 11. Jänner 2011

Linz (OTS) - Wenn es darum geht, den Familien etwas wegzunehmen, dann setzt sich Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel sogar mit dem "Erzfeind" Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, an einen Tisch. 100 Millionen Euro im Jahr wollen sie bei den Familien einsparen, wobei vor allem die Familien mit mehreren Kindern die Draufzahler sein würden, wie der AK-Präsident zugeben musste. Und das in einem Land, in dem die Geburtenzahl seit den Neunzigerjahren von 90.000 auf knapp 79.000 im Jahr 2010 gesunken ist, was weit unter dem sogenannten Bestanderhaltungsniveau ist.
Anstatt jene zu hätscheln, die dafür sorgen, dass die Österreicher nicht aussterben, wollen AK und IV das Budget zu Lasten der Familien, vor allem der Mehrkinderfamilien, sanieren. Auf Kosten jener, bei denen der Spruch "zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel" traurige Wirklichkeit ist.
Nicht weiter schröpfen sollte man die Mehrkinderfamilien, sondern fördern - zum Beispiel durch die steuerliche Anerkennung der Versorgungspflichten, konkret durch ein steuerfreies Existenzminimum für jedes Familienmitglied. Damit endlich Steuergerechtigkeit herrscht zwischen jenen, die für eine Familie zu sorgen haben, und jenen, die ihr "Gerstl" für sich allein, zum Verplempern, zur Verfügung haben.

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