• 10.01.2012, 10:29:35
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Umweltdachverband: Atom-Birne 2011 geht an VERBUND Sales GmbH

- Verbund Billig-Schiene verursacht mehr als zwei Tonnen radioaktiven Abfall

Wien (OTS) - Anti-Atomgipfel muss Geschäfte des Verbunds mit
Atomstrom stoppen - Ministerratsbeschluss zum "AUS für
Atomstromhandel" gefordert

Der Umweltdachverband vergibt wie jedes Jahr auf Basis des e-control
Stromkennzeichnungsberichtes und aktualisierter eigener Recherchen
direkt bei den EVUs die Atom-Birne für den dreckigsten Strommix. "Die
Atom-Birne 2011 geht an die Verbund Sales GmbH, die trotz neuerlichen
Namenswechsels seit Jahren unverbesserlich Graustrom nach Österreich
schleust. Die Verbund Billig-Schiene verkauft 79 % Strom unbekannter
Herkunft, verursacht mehr als zwei Tonnen radioaktiven Abfall und ist
damit für den Großteil der radioaktiven Abfälle für Strom in
Österreich verantwortlich. Im Jahr 2010 wies noch die Energie Allianz
Austria (EAA) den schmutzigsten Strommix auf: 88 % Strom unbekannter
Herkunft; die EAA hat jedoch weniger Strom als die Verbund-Billig
Schiene vertrieben und im Gegensatz zum Verbund die Zeichen der Zeit
erkannt und nach Fukushima das Steuer herum gerissen. Dass die EAA im
Jahr 2011 bereits atomstromfrei ist und keinen Strom unbekannter
Herkunft mehr verkauft hat, zeigt, dass es auch ohne
Atomstrom-Dumping geht", so Michael Proschek-Hauptmann,
Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

TIWAG und Innsbrucker Kommunalbetriebe aus Verkauf von Atomstrom
ausgestiegen
"Erfreulich ist jedenfalls auch, dass zukunftsorientierte
Energieversorger in Salzburg, Tirol und der Steiermark den
Atomstrom-Anteil reduziert haben. Die TIWAG und Innsbrucker
Kommunalbetriebe sind ganz aus dem Verkauf von Atomstrom
ausgestiegen, ENAMO, My Electric und Energie Graz haben konkrete
Ausstiegspläne, deren Umsetzung wir akribisch verfolgen werden.
Gleichzeitig möchten wir auch weiter den konsequenten Antiatomkurs
anderer Landesenergieversorger anerkennen. Wien Energie, EVN oder VKW
beschreiten diesen Weg konsequent weiter", fordert
Proschek-Hauptmann.

Kärntner KELAG ist Atomkonzern-Marionette: Graustromanteil weiter
erhöht
Die Kärntner KELAG hingegen erhöhte den Graustromanteil innerhalb
eines Jahres von 46 % auf 55 % und ist mit knapp 1,5 t radioaktivem
Abfall die zweitgrößte Dreckschleuder der Republik.
Nach Verbund und KELAG folgt die Energie Klagenfurt GmbH mit über 300
kg radioaktivem Abfall. "Die Energie Klagenfurt will nicht nur
gemeinsam mit dem Verbund das umstrittene Gaskraftwerk Klagenfurt
bauen, sondern weist mit 74 % ENTSO-E Mix auch den drittschmutzigsten
Versorgermix auf. Dass Kärnten anders ist, war uns schon lange klar.
Mehr Atom statt dem notwendigen Ausstieg, zeugt aber von
Realitätsverlust und dem Einfluss des Atom-Riesen RWE", so
Proschek-Hauptmann.

UWD an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger:
Verbund-Atomstromhandel endlich abschalten!
"Die Bundesregierung muss endlich Schluss mit dem Atom-Dumpingstrom
und der unverantwortlichen Stromhandelspraxis heimischer
Energieversorger im öffentlichen Mehrheitseigentum machen.
Insbesondere die staatliche Verbundgesellschaft verkauft über ihre
oft verleugnete Dumping-Tochter Verbund Sales GmbH den meisten
Atomstrom und handelt selbst an den internationalen Strombörsen mit
schmutzigem Strom, obwohl sich der Verbund den KonsumentInnen als
grüner Wasserkraftriese anbiedert. Ein Ministerratsbeschluss
anlässlich des bevorstehenden Anti-Atomgipfels muss den Ausstieg aus
dem Atomstromhandel der Verbundgesellschaft festlegen. BM
Mitterlehner als Eigentümervertreter der Republik Österreich muss als
Mehrheitsaktionär diesen Beschluss durchsetzen", betont
Proschek-Hauptmann.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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