FPÖ: Winter spricht sich klar gegen Kultussteuer aus

Verstoß gegen säkulares Staatswesen - Menschen treten nicht wegen Geld aus Kirche aus

Wien (OTS) - Der Obmann des oberösterreichischen Bauernbundes, Maximilian Hiegelsberger, fordert die Einführung einer Kultussteuer. Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Winter erteilt diesem Vorstoß eine klare Absage: "Ein solches Vorgehen erinnert an die düstere Periode des austrofaschistischen Ständestaates. Schließlich war auch Engelbert Dollfuß Bauernbund-Funktionär." Hiegelsbergers Vorschlag impliziere, dass immer mehr Menschen nur deshalb aus der Kirche austreten, um die Kirchensteuer zu sparen. Das sei nicht richtig. "Austrittswellen hängen mit Skandalen und der politisch linkslastigen Positionierung namhafter katholischer Würdenträger und Funktionäre zusammen. Die Bürger können sich mit den Ansichten eines Caritas-Präsidenten Franz Küberl oder eines Kardinals Christoph Schönborn nicht identifizieren. Eine Zwangssteuer zugunsten der Kirche bedeutet religiöse Entmündigung", stellt sich die Abgeordnete auf die Seite der Bevölkerung.

Der Erhalt sakraler Bauten könne nicht als Argument für eine Kultussteuer herangezogen werden. "Die Kirche erhält ohnehin 52 Prozent des Geldes aus dem Denkmalschutz. Eine indirekte Doppelbesteuerung der Bevölkerung ist unzulässig. Wir Freiheitlichen bekennen uns zum säkularen Staat und der Religionsfreiheit. Dasselbe erwarte ich von Herrn Hiegelsberger - und natürlich auch von der Kirche selbst", schließt Winter.

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