Ungetrübtes Vergnügen mit Silvesterfeuerwerken für einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012

Branchensprecher Siegert appelliert: "Einfache Grundregeln zur sicheren Handhabung von Feuerwerkskörpern beachten"

Wien (OTS/PWK941) - Jeder vierte Österreicher, jede vierte Österreicherin wird sich heuer an der mitternächtlichen Farbenpracht am Silvesterhimmel durch Raketen, bengalische Feuer oder andere Pyrotechnik beteiligen. Am liebsten werden Kleinfeuerwerke gemeinsam mit der Familie, mit Freunden und Bekannten veranstaltet. Vor allem Männer und jüngere Personen unter 30 Jahren werden auch diesmal wieder Raketen und Leuchtkörper in den Silvesterhimmel schießen. In den vergangenen Jahren hat sich aber auch ein neuer Trend durchgesetzt, nämlich von der Luft in Richtung Boden: Neben Raketen werden auch Feuerwerksbatterien, auch Cake Boxen genannt, immer mehr nachgefragt - besonders auch deswegen, weil diese Produkte einfacher als andere und ohne Hilfsmittel zu verwenden sind.

Rund 10.000 heimische Verkaufsstellen werden zwischen Weihnachten und Silvester mehr als 10 Millionen Euro Umsatz mit Feuerwerkskörpern machen. "Das Geschäft rund um Silvester macht ca. 80 Prozent des Jahresumsatzes aus, aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen sind die Erwartungen für das Silvestergeschäft 2011 jedoch eher moderat", sagt Robert Siegert, Fachhändler und Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Um ungetrübte Freude am Feuerwerk genießen zu können, gilt es einige grundsätzliche Regeln zu beachten: Das Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen aller Art im Ortsgebiet und in Menschenansammlungen ist ohnehin schon verboten. Des Weiteren dürfen aber ab 4. Juli 2013 die sogenannten Schweizer Kracher, die man auch als "Piraten" kennt, nicht mehr verkauft werden. Besitzen und zünden darf man seine Vorräte an Blitzknallsätzen der Klasse F2 aber doch noch vier weitere Jahre lang. Dann wird dies ebenso strafbar. Ungeachtet der gesetzlichen Bestimmungen, ist vor allem der verantwortungsvoller Umgang mit Raketen und Knallkörpern, sowie deren sachgerechte Lagerung notwendig. Ebenso wichtig ist, dass die Altersbeschränkungen beim Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen beachtet und eingehalten werden. Für den Erwerb von Pyrotechnikartikel der Kategorie F 2 sieht das verschärfte Pyrotechnikgesetz, das seit Anfang 2010 in Österreichgilt und bei Verstößen unter anderem Strafen bis zu 3.600 Euro vorsieht, das Schutzalter von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt.

Die Fachhändler sind über die neuen rechtlichen Bestimmungen gut informiert. Aber auch die Kunden sollten wissen, dass pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F 1 - dazu gehören etwa Knallerbsen oder so genannte Mäusepiepser - nicht an unter 12-Jährige abgegeben werden dürfen. Feuerwerksartikel der nächsthöheren Kategorie F 2 - z.B. sog. Babyraketen oder Feuertöpfe - dürfen erst von Personen, die älter als 16 Jahre sind, erworben werden", appelliert der Feuerwerks-Experte auch und insbesondere an die Eltern feuerwerksbegeisterter Jugendlicher.

Der Fachhandel hat und gibt auch gerne Informationen darüber, wie und wo Feuerwerkskörper zu verwenden sind: "Wer Feuerwerkskörper abbrennt, muss wissen, dass es dabei gewisse Regeln zu beachten gilt." Zwar sei jeder Zwischenfall mit Feuerwerkskörpern einer zu viel, in Österreich sei es aber in den vergangenen Jahren kaum zu nennenswerten Vorfällen beim ordnungsgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern gekommen, weiß Siegert aus der alljährlichen (Silvester-)Praxis. Diese Situation sei "vermehrt auf aufgeklärte und überwiegend gut informierte Konsumenten zurückzuführen. Es ist besonders darauf zu achten, mit Feuerwerks- und Knallkörpern stets vom Körper weg zu hantieren, niemals auf Menschen zu zielen oder bereits gezündete Feuerwerkskörper nicht in den Händen zu behalten. Und: Auch kleinste Feuerwerkskörper dürfen nur entsprechend der Gebrauchsanweisung verwendet werden."

Verstärkt haben in den letzten Jahren aber auch die Diskonter Feuerwerkskörper als lukrative Saisonartikel für sich entdeckt. Branchensprecher Siegert zu dieser Entwicklung: "Es ist klar zu erkennen das man versucht es dem Konsumenten heutzutage so leicht wie möglich zu machen sich an Feuerwerk zu erfreuen. Produkte sollen einfacher in der Handhabung und müssen sicherer in der Anwendung sein als in der Vergangenheit. Diskonter haken da ein und bieten ein kleines überschaubares Sortiment in einem für den Kunden besonders bequemen Vertriebskanal des täglichen Einkaufs. Auf das volle Sortiment wird man aber immer nur im besonderen Fachhandel treffen und die damit entstehende Qual der Wahl wird einem dort durch die eingehende Beratung der Fachkräfte genommen."

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Import der pyrotechnischen Artikel: "Der heimische Groß- und Fachhandel legt großen Wert darauf, dass Pyrotechnikartikel, die etwa aus dem asiatischen Raum importiert werden, unter entsprechend guten Arbeits- und Umweltbedingungen gefertigt werden." Entschieden distanziert sich Siegert von bedenklichen Importen, "vielmehr setzen wir weiterhin auf Qualität und Beratung, damit der "gute Rutsch" ins neue Jahr 2012, begleitet von einem wunderschönen und farbenprächtigen Feuerwerk auch wirklich in bester Erinnerung bleibt", so der Branchensprecher abschließend. (JR)

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