- 27.12.2011, 09:11:39
- /
- OTS0018 OTW0018
Ungetrübtes Vergnügen mit Silvesterfeuerwerken für einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012
Branchensprecher Siegert appelliert: "Einfache Grundregeln zur sicheren Handhabung von Feuerwerkskörpern beachten"
Wien (OTS/PWK941) - Jeder vierte Österreicher, jede vierte
Österreicherin wird sich heuer an der mitternächtlichen Farbenpracht
am Silvesterhimmel durch Raketen, bengalische Feuer oder andere
Pyrotechnik beteiligen. Am liebsten werden Kleinfeuerwerke gemeinsam
mit der Familie, mit Freunden und Bekannten veranstaltet. Vor allem
Männer und jüngere Personen unter 30 Jahren werden auch diesmal
wieder Raketen und Leuchtkörper in den Silvesterhimmel schießen. In
den vergangenen Jahren hat sich aber auch ein neuer Trend
durchgesetzt, nämlich von der Luft in Richtung Boden: Neben Raketen
werden auch Feuerwerksbatterien, auch Cake Boxen genannt, immer mehr
nachgefragt - besonders auch deswegen, weil diese Produkte einfacher
als andere und ohne Hilfsmittel zu verwenden sind.
Rund 10.000 heimische Verkaufsstellen werden zwischen Weihnachten
und Silvester mehr als 10 Millionen Euro Umsatz mit Feuerwerkskörpern
machen. "Das Geschäft rund um Silvester macht ca. 80 Prozent des
Jahresumsatzes aus, aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen
Entwicklungen sind die Erwartungen für das Silvestergeschäft 2011
jedoch eher moderat", sagt Robert Siegert, Fachhändler und
Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Um ungetrübte Freude am Feuerwerk genießen zu können, gilt es
einige grundsätzliche Regeln zu beachten: Das Abfeuern von
pyrotechnischen Gegenständen aller Art im Ortsgebiet und in
Menschenansammlungen ist ohnehin schon verboten. Des Weiteren dürfen
aber ab 4. Juli 2013 die sogenannten Schweizer Kracher, die man auch
als "Piraten" kennt, nicht mehr verkauft werden. Besitzen und zünden
darf man seine Vorräte an Blitzknallsätzen der Klasse F2 aber doch
noch vier weitere Jahre lang. Dann wird dies ebenso strafbar.
Ungeachtet der gesetzlichen Bestimmungen, ist vor allem der
verantwortungsvoller Umgang mit Raketen und Knallkörpern, sowie deren
sachgerechte Lagerung notwendig. Ebenso wichtig ist, dass die
Altersbeschränkungen beim Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen
beachtet und eingehalten werden. Für den Erwerb von
Pyrotechnikartikel der Kategorie F 2 sieht das verschärfte
Pyrotechnikgesetz, das seit Anfang 2010 in Österreichgilt und bei
Verstößen unter anderem Strafen bis zu 3.600 Euro vorsieht, das
Schutzalter von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt.
Die Fachhändler sind über die neuen rechtlichen Bestimmungen gut
informiert. Aber auch die Kunden sollten wissen, dass pyrotechnische
Gegenstände der Kategorie F 1 - dazu gehören etwa Knallerbsen oder so
genannte Mäusepiepser - nicht an unter 12-Jährige abgegeben werden
dürfen. Feuerwerksartikel der nächsthöheren Kategorie F 2 - z.B. sog.
Babyraketen oder Feuertöpfe - dürfen erst von Personen, die älter als
16 Jahre sind, erworben werden", appelliert der Feuerwerks-Experte
auch und insbesondere an die Eltern feuerwerksbegeisterter
Jugendlicher.
Der Fachhandel hat und gibt auch gerne Informationen darüber, wie
und wo Feuerwerkskörper zu verwenden sind: "Wer Feuerwerkskörper
abbrennt, muss wissen, dass es dabei gewisse Regeln zu beachten
gilt." Zwar sei jeder Zwischenfall mit Feuerwerkskörpern einer zu
viel, in Österreich sei es aber in den vergangenen Jahren kaum zu
nennenswerten Vorfällen beim ordnungsgemäßen Umgang mit
Feuerwerkskörpern gekommen, weiß Siegert aus der alljährlichen
(Silvester-)Praxis. Diese Situation sei "vermehrt auf aufgeklärte und
überwiegend gut informierte Konsumenten zurückzuführen. Es ist
besonders darauf zu achten, mit Feuerwerks- und Knallkörpern stets
vom Körper weg zu hantieren, niemals auf Menschen zu zielen oder
bereits gezündete Feuerwerkskörper nicht in den Händen zu behalten.
Und: Auch kleinste Feuerwerkskörper dürfen nur entsprechend der
Gebrauchsanweisung verwendet werden."
Verstärkt haben in den letzten Jahren aber auch die Diskonter
Feuerwerkskörper als lukrative Saisonartikel für sich entdeckt.
Branchensprecher Siegert zu dieser Entwicklung: "Es ist klar zu
erkennen das man versucht es dem Konsumenten heutzutage so leicht wie
möglich zu machen sich an Feuerwerk zu erfreuen. Produkte sollen
einfacher in der Handhabung und müssen sicherer in der Anwendung sein
als in der Vergangenheit. Diskonter haken da ein und bieten ein
kleines überschaubares Sortiment in einem für den Kunden besonders
bequemen Vertriebskanal des täglichen Einkaufs. Auf das volle
Sortiment wird man aber immer nur im besonderen Fachhandel treffen
und die damit entstehende \x{2588}Qual der Wahl\x{2588} wird einem dort durch die
eingehende Beratung der Fachkräfte genommen."
Ein weiteres wichtiges Thema ist der Import der pyrotechnischen
Artikel: "Der heimische Groß- und Fachhandel legt großen Wert darauf,
dass Pyrotechnikartikel, die etwa aus dem asiatischen Raum importiert
werden, unter entsprechend guten Arbeits- und Umweltbedingungen
gefertigt werden." Entschieden distanziert sich Siegert von
bedenklichen Importen, "vielmehr setzen wir weiterhin auf Qualität
und Beratung, damit der "gute Rutsch" ins neue Jahr 2012, begleitet
von einem wunderschönen und farbenprächtigen Feuerwerk auch wirklich
in bester Erinnerung bleibt", so der Branchensprecher abschließend.
(JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundesgremium Baustoff-, Eisen-, Hartwaren- und Holzhandel Mag. Kurt Lang Tel.: 05 90 900-3343 E-Mail: [email protected] Mag. Robert Siegert Tel.: 0664 88 66 70 67
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






