Neues Volksblatt: "Armut" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 27. Dezember 2011

Linz (OTS) - Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, eine starke Stimme in diesem Land, kritisiert, dass wir bisher über unsere Verhältnisse gelebt hätten. Das muss man ernst nehmen. Allerdings hat der Kardinal nicht gesagt, jedenfalls nicht in der Meldung der Katholischen Presseagentur, wo der Staat geprasst hat:
beim Sozialen, im Gesundheitswesen, bei den Pensionen, bei den Förderungen?
Klar ist dagegen die Forderung, dass man nicht bei jenen zu sparen anfangen dürfe, die schon jetzt dramatisch sparen müssen.
Wobei man nicht allen die Armut ansieht, bei vielen muss man zweimal hinschauen.
In die zweite Gruppe fallen viele Familien, vor allem Familien mit mehreren Kindern. Weil ein Einkommen, das für eine Person ganz gut reicht, durch fünf geteilt Armut bedeutet. Auch deshalb, weil steuerlich kaum Rücksicht darauf genommen wird, wie viele Personen von dem Einkommen leben müssen.
Deshalb wäre eine Änderung der Familienbesteuerung mit einem steuerfreien Existenzminimum für jedes zu versorgende Familienmitglied nicht nur gerecht, sondern hoch an der Zeit - und zwar noch vor der großen "Rasur" fürs Budget. Damit nicht jenen, die jetzt schon kaum genug zum Leben haben, auch noch das letzte Hemd weggenommen wird!

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