- 26.12.2011, 17:30:59
- /
- OTS0021 OTW0021
Neues Volksblatt: "Armut" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 27. Dezember 2011
Linz (OTS) - Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn,
eine starke Stimme in diesem Land, kritisiert, dass wir bisher über
unsere Verhältnisse gelebt hätten. Das muss man ernst nehmen.
Allerdings hat der Kardinal nicht gesagt, jedenfalls nicht in der
Meldung der Katholischen Presseagentur, wo der Staat geprasst hat:
beim Sozialen, im Gesundheitswesen, bei den Pensionen, bei den
Förderungen?
Klar ist dagegen die Forderung, dass man nicht bei jenen zu sparen
anfangen dürfe, die schon jetzt dramatisch sparen müssen.
Wobei man nicht allen die Armut ansieht, bei vielen muss man zweimal
hinschauen.
In die zweite Gruppe fallen viele Familien, vor allem Familien mit
mehreren Kindern. Weil ein Einkommen, das für eine Person ganz gut
reicht, durch fünf geteilt Armut bedeutet. Auch deshalb, weil
steuerlich kaum Rücksicht darauf genommen wird, wie viele Personen
von dem Einkommen leben müssen.
Deshalb wäre eine Änderung der Familienbesteuerung mit einem
steuerfreien Existenzminimum für jedes zu versorgende
Familienmitglied nicht nur gerecht, sondern hoch an der Zeit - und
zwar noch vor der großen "Rasur" fürs Budget. Damit nicht jenen, die
jetzt schon kaum genug zum Leben haben, auch noch das letzte Hemd
weggenommen wird!
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






