ÖH übt Kritik am heute präsentierten Hochschulplan von Minister Töchterle

Universitäten müssen ausgebaut und nicht kapazitätsorientiert kaputt gespart werden

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft betrachtet die heute präsentierten Eckpunkte des Hochschulplans von Minister Töchterle äußerst kritisch. "Die größte Gruppe der Hochschulen, die Studierenden, kommen im so genannten Hochschulplan nur im Zusammenhang mit Zugangsbeschränkungen vor", so Janine Wulz. "In die Entwicklung der Pläne wurden sie im Vorhinein nie eingebunden. Das Ergebnis nach eineinhalb Jahren ist dadurch ernüchternd und nichts Neues: eine Zusammenfassung der Wünsche des Ministeriums."

"Die Universitäten müssen ausgebaut und nicht kapazitätsorientiert kaputt gespart werden, ein Bekenntnis dazu fehlt bisher komplett", ärgert sich Martin Schott über Minister Töchterles Studienplatzfinanzierugsmodell. "Es braucht endlich mehr Geld, damit mehr Studienplätze angeboten werden können. Studierende von den Hochschulen zu drängen, weil der Wille zur Ausfinanzierung fehlt, ist keine zukunftsweisende Strategie."

"Töchterles Scheinmilliarde wird nicht einmal im Ansatz ausreichen um die Finanzmisere der Hochschulen zu lösen", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär. "750 Millionen sind einfach keine Milliarde. Auch wenn versucht wird mit den Offensivmitteln den Schein zu wahren bleiben unterm Strich 330 Millionen pro Jahr, ein Tropfen auf den heißen Stein des Status Quo."

Von den dringend benötigten 2% des BIP ist das Hochschulbudget weit entfernt. "Mit dem heute präsentierten Budgetpfad erreichen wir bis 2020 maximal die 1,6% Grenze, allerdings ohne dabei die Inflation berücksichtigt zu haben", ist das Vorsitzteam der ÖH enttäuscht.

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