Deutlicher Anstieg der manifesten Armut in Österreich

Küberl: Lebensbedingungen von Armutsbetroffenen verschärft

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Präsentation der neue Ergebnisse von EU-SILC
ist Caritas-Präsident Franz Küberl entsetzt: "Der Lebensstandard der armutsgefährdeten Menschen ist noch einmal gesunken. Die Zunahme der manifesten Armut ist deshalb so dramatisch, weil es hier um die täglichen Lebensbedingungen der Menschen geht: Manifest arm zu sein heißt konkret, dass sich Menschen nicht ordentlich ernähren können, ihre Wohnung nicht angemessen warm halten können oder auch notwendige Zahnarztbesuche aufschieben müssen."

Auch wenn es mit dem Konjunkturpaket gelungen ist, die negativen Folgen der Krise abzufangen, haben diese Pakete und Maßnahmen die am stärksten von Armut betroffenen Bevölkerungsschichten nicht erreicht. "Anstatt Menschen aus der Armutszone herauszuholen, schlittern immer mehr Armutsgefährdete in die manifeste Armut", so Küberls ernüchternder Weihnachtsbefund.

Die Caritas fordert ehrliche politische Anstrengungen gegen die Verschärfung der Lebensbedingungen von Armutsbetroffenen:

Massive Anstrengungen bei der Reintegration von Langzeitarbeitslosen Leistbarer Wohnraum
Maßnahmen für Alleinerziehende und Mehrkindfamilien Arbeitsmarktpolitische Anstrengungen für Personen mit Migrationshintergrund
Und eine umfassende Bildungsreform, die endlich den turn around in der Bildungspolitik einleitet, denn Bildung ist die einzige Chance, Armut nachhaltig zu bekämpfen.

"Mehr Arbeitslosigkeit bedeutet mehr Armut und mehr Armut hat Folgeerscheinungen: von der Gesundheit bis zu sozialen Dramen", so Küberl, der von der Regierung einen wesentlich schärferen Blick für die Fragen der sozialen Gerechtigkeit fordert, abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Henrike Brandstötter
0664 82 66 935
mailto: henrike.brandstoetter@caritas-austria.at
http://www.caritas.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCZ0001