• 09.12.2011, 15:38:28
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Klimagipfel in Durban führt zu 4-Grad-plus-Welt

WWF: Regierungen sind für Misserfolg verantwortlich

Durban (OTS) - Der WWF kritisiert, dass der Prozess der
Verhandlungen in den letzten 17 Jahren viel zu langsam ging, egal wie
die Entscheidungen heute Nacht ausfallen werden. Die
Umweltorganisation sieht derzeit keine Ambitionen der Regierungen die
Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Die Szenarien deuten eher
darauf hin, dass wir auf eine Welt zusteuern, die um vier Grad heißer
sein wird als heute. Das bedeutet eine instabile Zukunft für die
Ernährung und die Wasserversorgung der Menschheit und den gesamten
Planeten, so der WWF. "Die Vertreter der Regierungen sehen immer noch
nicht warum sie nach Durban gekommen sind. Sie sind hier um die
Katastrophen des Klimawandels zu verhindern", sagte Samantha Smith,
die Leiterin der globalen Initiative für Klima und Energie des WWF,
heute Nachmittag.

Auf der letzten Klimakonferenz COP 16 in Cancun haben die Regierungen
sich darauf geeinigt, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten um
die kommenden Katastrophen zu verhindern. "Die Regierungen, die in
den letzten zwei Wochen hier verhandelt haben, verdienen keinen
Applaus. Der Klimawandel ist in Durban einer Lösung nicht näher
gekommen und die Regierungen sind dafür verantwortlich", so Smith.
Die Folgen des Klimawandels sind bereits für Hunderte Millionen
Menschen weltweit spürbar. Allein 2010 gab es 14 Naturkatastrophen
mit Kosten über einer Milliarde US-Dollar, die mit dem veränderten
Wetter zu tun haben. Am Horn von Afrika herrscht die schlimmste Dürre
seit 60 Jahren. Ohne Einigung beim Waldschutz sind im kommenden Jahr
2012 wieder 130.000 Quadratkilometer Wald den Kettensägen
ausgeliefert.

Der WWF weist darauf hin, dass wir nur noch einige wenige Stunden
Zeit haben um zu einer Einigung zu kommen. Die Umweltorganisation
ruft die Vertreter der Staaten auf, ein Zeichen zu setzen und einen
Fahrplan bis 2015 für ein rechtlich verbindliches Abkommen zu
vereinbaren. "Alles andere wäre nicht akzeptabel", so Smith.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban), Handynummer in Südafrika: 076-5918317; EMail: [email protected]; Blog aus Durban auf www.wwf.at; Skype: frankopetri; Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich; Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media; Youtube: www.youtube.com/wwfaut. Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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