- 07.12.2011, 09:07:35
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GBH-Jugend NÖ: Wohnen in NÖ muss leistbarer werden!
Die Wohnbauförderung soll niedrige Mieten garantieren! Zweckbindung jetzt!
Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft-Bau-Holz-Jugend Niederösterreich
steht dem geplanten Ausverkauf der Wohnbau-Darlehen skeptisch
gegenüber. Zu befürchten ist eine "Austrocknung" des sozialen
Wohnbaus, mit dem etliche Verschlechterungen gerade für die jungen
ArbeitnehmerInnen zu befürchten sind.++++
Eine Mietwohnung zu beziehen stellt viele Jugendliche aufgrund der
hohen finanziellen Belastung vor riesige Probleme. Die meisten jungen
Menschen verdienen aufgrund ihres Alters unter dem
Einkommens-Meridian der österreichischen ArbeitnehmerInnen und sind
meist vor dem Auszug aus dem Elternhaus noch nicht in
Lebensgemeinschaften, die natürlich die Ausgaben für Wohnkosten jedes
Einzelnen senken würden. Deswegen trifft jede Verschlechterung im
geförderten Wohnbau zuallererst die junge Bevölkerung.
"Das ist absolut verantwortungslos und entbehrlich", kommentiert
Stefan Bartl, Jugendsekretär der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
Niederösterreich, den geplanten Verkauf der Wohnbau-Darlehen seitens
des Landes NÖ.
"Statt mit Steuergeld zu spekulieren, sollte die Wohnbauförderung
endlich zweckgebunden werden, das würde Investitionen in den sozialen
Wohnbau und somit in günstige Mietwohnungen langfristig absichern,
statt mit der Zukunft der Jugend zu hantieren, als wäre sie ein
Finanzprodukt", so Bartl weiter.
In Niederösterreich beträgt die Miete für eine
70-Quadratmeter-Wohnung im geförderten Wohnbau 458 Euro, im frei
finanzierten Wohnbau 735 Euro (Quelle: GBV).
Bartl findet klare Worte: "Auch im Interesse der nachkommenden
Generationen muss das leistbares Wohnen aufrecht erhalten werden, die
Landesregierung soll die anscheinend schon desolat gewordenen
Finanzzustände des Landes NÖ nicht mit Steuergeldern aus der
Wohnbauförderung kaschieren, sondern beginnen, der Jugend in NÖ eine
optimistische Perspektive zu vermitteln, Beschäftigung in der
Bauwirtschaft zu sichern und die Interessen der jungen Menschen mehr
in den Vordergrund zu stellen."
GBH-Landesgeschäftsführer Rudolf Silvan bekräftigt: "Wir brauchen
eine langfristig gesicherte zweckgebundene Wohnbauförderung. Wir
begrüßen das Versprechen, im nächsten Jahr mehr Wohneinheiten zu
errichten. Aber Wohnen muss auch leistbar bleiben. Nur eine
langfristig zweckgebundene Wohnbauförderung garantiert das und
schafft zusätzlich Arbeitsplätze und Aufträge für die regionale
Wirtschaft."
Rückfragehinweis:
GBH-Jugendsekretär Stefan Bartl, [email protected], 0664/6145541
GBH-Presse, Thomas Trabi, [email protected], 0664/614 55 17
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