- 04.12.2011, 13:04:27
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Dunkle Wolken über Durban: Klimakonferenz vor entscheidender Woche
WWF: Keine Alternative zum Kyoto-Protokoll
Durban (OTS) - Die Klimakonferenz in Durban geht morgen in die
zweite und entscheidende Phase. Die erste Woche war nach Einschätzung
des WWF von taktischem Geplänkel und einem Abtasten der Positionen
geprägt. Weder bei den Verhandlungen über eine zweite
Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls noch bei den Beratungen
über ein Mandat für ein internationales Abkommen ab 2015 gab es
bislang entscheidende Durchbrüche. Auch über die Bereitstellung der
Gelder für den so genannten Grünen Klimafonds besteht keine
Einigkeit. Die USA verharren in ihrer Blockadehaltung der vergangenen
Jahre und auch die EU tritt bislang wenig entschlossen auf. "Trotzdem
wäre es falsch das Scheitern der Konferenz vor dessen Ende zu
verkünden", sagte Klimaexpertin Regine Günther vom WWF heute in
Durban. "Die Verhandlungen stecken derzeit noch im Klimaschlamm. Die
Welt erwartet bis Freitag eine Einigung, sonst verlieren wir
wertvolle Zeit und viele Menschen ihr Leben", warnt Günther.
Der WWF fordert schärfere Emissionsreduktionsziele. Keinesfalls darf
man hinter den Zusagen von der Vertragsstaatenkonferenz von Cancún
aus dem vergangenen Jahr zurückbleiben. Die Industrieländer müssen
sich auf eine zweite fünfjährige Verpflichtungsperiode unter dem Dach
des Kyoto-Protokolls einigen. Parallel dazu muss in Südafrika die
Basis für ein Klima-Nachfolgeabkommen gelegt werden. Zu den
Klimaverhandlungen unter dem Dach der UN sieht der WWF derzeit keine
Alternative. "Unverbindliche Absichtserklärungen reichen nicht, sie
müssen rechtlich abgesichert und mit Leben gefüllt werden", so
Günther. Der WWF tritt für ein neues Klimaabkommen aller Staaten bis
2015 ein. Dazu sind neben verbindlichen Zusagen der Industrieländer
und ambitionierte Beiträge der wichtigsten Schwellenländer - China,
Indien, Brasilien und Südafrika - notwendig. Nur so lässt sich das
angestrebte Ziel erreichen den Anstieg der globalen Temperaturen auf
maximal zwei Grad zu begrenzen.
Die neuesten Informationen zum Stand der Verhandlungen:
www.panda.org/cop17. Ein deutschsprachiger täglicher Blog mit Fotos,
Videos und Hintergrundinformationen sowie Reportageelementen ist auf
www.wwf.at verfügbar.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban), Handynummer in Südafrika: 076-5918317; EMail: [email protected]; Blog aus Durban auf www.wwf.at; Skype: frankopetri; Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich; Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media; Youtube: www.youtube.com/wwfaut. Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17.
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