ÖH: Wohnen darf Studierende nicht in Armut treiben

Wegfall des Sanierungszuschuss erhöht Wohnheimkosten drastisch

Wien (OTS) - Heute findet an der Johannes Kepler Universität in Linz ein runder Tisch zur Diskussion der aktuell unhaltbaren Wohnsituation für Studierende in Oberösterreich statt. Teilnehmen werden VertreterInnen aller Studierendenheime, die ÖH sowie VertreterInnen der Landesregierung. Insbesondere wird es um die geplante Gesetzesnovelle des Heimbauförderungsgesetzes durch Landesrat Haimbuchner (FPÖ) gehen, "die Studierende in die Wohn-Armut treibt", so das Vorsitzteam der Linzer ÖH. "Die Studierenden von Linz haben unsere volle Unterstützung. Die Situation in Oberösterreich führt uns vor Augen, welch drastische Auswirkung die Streichung des Ministeriumszuschusses für Studierendenwohnheime hat. Oberösterreich ist kein Einzelfall - das Drittel der Gelder, das durch das Ministerium nun wegfällt, fehlt allen Heimen in allen Bundesländern. Hier handelt es sich um Zahlungen, die vom Ministerium direkt auf die Studierenden und die Heime abgewälzt werden", erklärt Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Nach der Kürzung der Familienbeihilfe und der Streichung der Förderung für die Studierendenselbstversicherung ist nun auch die Erhöhung der Heimpreise im ohnehin mehr als knappen Budget der Studierenden deutlich zu spüren. Rund 65 Prozent der Studierenden leben unter der Armutsgrenze. Die Erwerbstätigkeit wird nun wohl noch weiter steigen - derzeit arbeiten schon rund 60 Prozent mehr als 20 Stunden pro Woche", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

"Die Alternative zum Wohnen in Studierendenheimen ist das private Suchen nach einer Wohnung. Wie aus den Studierendensozialerhebungen seit Ende der 80er entnommen werden kann, ist das Wohnen generell seit 1989 für Studierende doppelt so teuer geworden. Die Wohnkosten sind über diesen Zeitraum sogar stärker als die Inflation angestiegen. Es braucht ausreichend und leistbaren Wohnraum für alle Studierenden - die Nachfrage ist groß, das zeigen allein die langen Wartelisten der Wohnheime. Es braucht also mehr und günstigere Heimplätze. Zudem braucht es eine Reform, sowie einen Ausbau und keine Streichung der Wohnbauförderung. Diese könnte in einigen Bundesländern aufgrund der Streichung der Bundesförderung bevorstehen", so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

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