• 01.12.2011, 10:47:23
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Seniorenbund ad Freiwilligengesetz: Richtige erste Schritte, aber bedauerliche Lücken.

Freiwilligen-Koordinatoren und explizite Einbindung der Seniorengenerationen fehlen noch.

Wien (OTS) - "Zum Ende des Europäischen Jahres der
Freiwilligenarbeit liegt nun zeitgerecht das neue Freiwilligengesetz
vor. Es beinhaltet wichtige erste Schritte, entscheidende Punkte sind
jedoch leider noch offen. Zum einen hatte der zuständige
Sozialminister schon im Herbst 2010 die Schaffung und Förderung von
Freiwilligenkoordinatoren - besonders für Personen in der
Nacherwerbsphase - zugesagt, was sich jedoch im Gesetz noch nicht
wiederfindet. Zum anderen wurde das Freiwillige Sozialjahr nicht
explizit auf Seniorinnen und Senioren ausgedehnt, ein wünschenswerter
Schritt, der in Deutschland längst umgesetzt wurde. Beide Punkte
sollten nach Ansicht des Seniorenbundes jetzt noch im Gesetz ergänzt
werden", erklärt Dr. Klaus Hecke, Bundesobmann-Stellvertreter des
Österreichischen Seniorenbundes und
Seniorenbund-Freiwilligenkoordinator.

"Österreichs Seniorinnen und Senioren sind die fleißigsten
Freiwilligen. Doch in der aktuellen Meinungsforschung "Generation
60plus" von GfK-Austria im Auftrag des Österreichischen
Seniorenbundes sagen 19% der 60plus, sie wären gerne freiwillig
aktiv, wenn sie bloß jemand fragen würde. Österreich kann sich nicht
länger leisten, dieses große Freiwilligenpotential nicht abzuholen -
und genau dazu bräuchte man die Freiwilligenkoordinatoren", so Hecke
weiter.

"Grundsätzlich umfasst das neue Gesetz auch den Seniorenbund, weil
dieser ein gemeinnütziger Verein mit den entsprechenden
Niederlassungen (durch die Ortsgruppen) ist, was als Voraussetzung
für die Inanspruchnahme des Freiwilligen Sozialjahres gilt. Zu
bedauern ist dabei jedoch, dass die Bestimmungen des Freiwilligen
Sozialjahres bloß auf Junge, nicht jedoch ausdrücklich auf
Seniorinnen und Senioren abzielen", führt Hecke weiter aus.

"Bedauerlich ist auch, dass sich der Bund insgesamt von der
Verantwortung für die kostenfreie Unfall- und Haftpflichtversicherung
zurückzieht. Die Bundesländer Vorarlberg, Niederösterreich und
Oberösterreich sind hier schon mit positiven Maßnahmen vorangegangen.
In der Runde der Soziallandesreferenten soll hier nun eine
flächendeckende Lösung erarbeitet werden", so Hecke abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
0650-581-78-82; [email protected]; www.seniorenbund.at

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