Seniorenbund ad Freiwilligengesetz: Richtige erste Schritte, aber bedauerliche Lücken.

Freiwilligen-Koordinatoren und explizite Einbindung der Seniorengenerationen fehlen noch.

Wien (OTS) - "Zum Ende des Europäischen Jahres der Freiwilligenarbeit liegt nun zeitgerecht das neue Freiwilligengesetz vor. Es beinhaltet wichtige erste Schritte, entscheidende Punkte sind jedoch leider noch offen. Zum einen hatte der zuständige Sozialminister schon im Herbst 2010 die Schaffung und Förderung von Freiwilligenkoordinatoren - besonders für Personen in der Nacherwerbsphase - zugesagt, was sich jedoch im Gesetz noch nicht wiederfindet. Zum anderen wurde das Freiwillige Sozialjahr nicht explizit auf Seniorinnen und Senioren ausgedehnt, ein wünschenswerter Schritt, der in Deutschland längst umgesetzt wurde. Beide Punkte sollten nach Ansicht des Seniorenbundes jetzt noch im Gesetz ergänzt werden", erklärt Dr. Klaus Hecke, Bundesobmann-Stellvertreter des Österreichischen Seniorenbundes und Seniorenbund-Freiwilligenkoordinator.

"Österreichs Seniorinnen und Senioren sind die fleißigsten Freiwilligen. Doch in der aktuellen Meinungsforschung "Generation 60plus" von GfK-Austria im Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes sagen 19% der 60plus, sie wären gerne freiwillig aktiv, wenn sie bloß jemand fragen würde. Österreich kann sich nicht länger leisten, dieses große Freiwilligenpotential nicht abzuholen -und genau dazu bräuchte man die Freiwilligenkoordinatoren", so Hecke weiter.

"Grundsätzlich umfasst das neue Gesetz auch den Seniorenbund, weil dieser ein gemeinnütziger Verein mit den entsprechenden Niederlassungen (durch die Ortsgruppen) ist, was als Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Freiwilligen Sozialjahres gilt. Zu bedauern ist dabei jedoch, dass die Bestimmungen des Freiwilligen Sozialjahres bloß auf Junge, nicht jedoch ausdrücklich auf Seniorinnen und Senioren abzielen", führt Hecke weiter aus.

"Bedauerlich ist auch, dass sich der Bund insgesamt von der Verantwortung für die kostenfreie Unfall- und Haftpflichtversicherung zurückzieht. Die Bundesländer Vorarlberg, Niederösterreich und Oberösterreich sind hier schon mit positiven Maßnahmen vorangegangen. In der Runde der Soziallandesreferenten soll hier nun eine flächendeckende Lösung erarbeitet werden", so Hecke abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
0650-581-78-82; swalpitscheker@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001