• 01.12.2011, 10:33:55
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NGO-Protest: Ministerin Bures schenkt unsere Zukunft der ASFINAG

Plattform fordert von der Bundesregierung "Zukunft statt (Lobau-)Autobahn"

Wien (OTS) - "Doris Bures verschenkt unsere Zukunft". Diesen
Vorwurf macht die NGO-Plattform "Zukunft statt Autobahn" der
Verkehrsministerin heute in Wien. Als Weihnachtsmänner und
Christkinder verkleidet, brachten die AktivistInnen symbolisch ein
3-Milliarden-Euro-Geschenk vom Verkehrsministerium zur Zentrale der
Straßenbaugesellschaft ASFINAG in der Wiener Innenstadt. Die Summe
entspricht in etwa den aus Bundesmitteln finanzierten Kosten, die der
Bau der umstrittenen Lobau-Autobahn verschlingen würde.

"Wir haben keine Finanzkrise - was wir haben ist eine Krise der
Prioritäten", kommentiert Plattform-Sprecher Axel Grunt die geplante
Milliarden-Investition in eine Großbaustelle. Die 40
Plattform-Organisationen machen der Bundesregierung einen klaren
Vorschlag: Mit dem Verzicht auf das destruktive Projekt würden auf
einen Schlag drei Milliarden Euro frei. Geld, das dann in die Zukunft
Österreichs - in Bildung, Kultur, Soziales oder Umweltschutz -
investiert werden könnte, anstatt in die Bedrohung des Nationalparks
Donauauen.

So könnten mit 3 Milliarden Euro Niederösterreich und Wien zu
Musterregionen des Natur- und Umweltschutzes innerhalb der EU werden.
Ein 3-Milliarden-Förderprogramm für thermische Sanierung von
Wohnungen und Häusern würde Gesamtinvestitionen von ca. 15 Milliarden
Euro auslösen. 3 Milliarden in Bahn und Bus investiert, würden einen
attraktiven flächendeckenden Fahrplan (auch für Regionalbahnen),
Taktfahrplan, Infrastrukturinvestitionen sowie eine preisgünstige
Netzkarte wie beispielsweise in der Schweiz finanzieren. Außerdem
würde der Milliardenbetrag ein dichtes Netz selbstverwalteter Sozial-
und Kulturzentren oder Fonds für solidarökonomische Projekte und
Einrichtungen bringen. Bloß sechs Millionen Euro wären notwendig, um
allen armutsgefährdeten Menschen in Österreich hochwertige
Sozialzentren bieten zu können

Heute, am 1. Dezember 2011, endet die öffentliche Auflage der
Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung zur Lobau-Autobahn.
Diese Woche sind nach einem Gutachten des TU-Verkehrswissenschaftlers
Harald Frey massive Zweifel an den Grundlagen der UVP aufgekommen.

Unter dem Dach der Plattform "Zukunft statt Autobahn" vereinen
sich immer mehr Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Bildung,
Arbeit, Soziales und Verkehr. Von "A" wie Aktion 21 bis "W" wie WWF
sind neben attac, FIAN, GLOBAL 2000, Greenpeace, Ökobüro, SOL und VCÖ
insgesamt rund 40 NGOs beim gemeinsamen Protest gegen die
Milliarden-Verschwendung vertreten.

Die immer aktuellste Liste der Plattform-Partnerorganisationen
finden Sie unter http://zukunft-statt-autobahn.at/organisationen.html

Rückfragehinweis:
Axel Grunt
"Zukunft statt Autobahn"
Tel.: +43-680-2379245
mailto: [email protected]
http://www.zukunft-statt-autobahn.at

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