Handelsverband unzufrieden mit Kollektivvertragsabschluss von 3,6 Prozent

Mumelter: Verhandler scheitern am Gartenzaun des gewerkschaftlichen Schrebergartens

Wien (OTS) - Auch wenn das mit medialem Gepolter lautstark von der Gewerkschaft verkündete "kein Abschluss unter 4 Prozent" als Ablenkungsmanöver zur Beruhigung und Täuschung der eignen Leute enttarnt und abgewendet werden konnte, sei der Kollektivvertragsabschluss mit durchschnittlich 3,6% Steigerung für die Mindestgehälter zu hoch ausgefallen, erklärte Dr. Stefan Mumelter, Generalsekretär des Österreichischen Handelsverbandes anlässlich des Abschlusses der diesjährigen Herbstlohnrunde im Handel. Überraschend komme das aber leider nicht, habe doch der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer den Handelsverband noch gestern via Presseaussendung um Aufklärung ersucht, was eine globale Wirtschaftskrise wohl mit Lohnverhandlungen in Österreich zu tun haben könne.

Der Handelsverband habe mehrmals argumentiert, dass eine durchaus erhebliche Anhebung der Mindestlöhne um 3,3 Prozent angemessen und für den Handel gerade noch verkraftbar gewesen wäre. Denn gerade der Handel habe überhaupt kein Interesse, den für die Konjunktur so wichtigen Konsum zu torpedieren. "Daher sind faire Lohnerhöhungen insbesondere auch im Bereich der niedrigeren Gehälter und der Lehrlingsentschädigungen im Interesse aller Beteiligten", bekräftigt Mumelter: "Andererseits müssen die Unternehmen sich ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch längerfristig leisten können." Das habe in den inflationsdominierten Überlegungen der Kollektivvertragsverhandler aber vermutlich eine untergeordnete Rolle gespielt. Der Handel werde nun damit leben müssen. "Ein guter Dienst wurde ihm jedoch nicht erwiesen, weil man sich einen Blick über den Gartenzaun des gewerkschaftlichen Schrebergartens offensichtlich nicht zugetraut hat, so Mumelter abschließend.

Der Handelsverband wurde vor neunzig Jahren gegründet und ist heute eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus versteht sich der Verband als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum und als Plattform für den politischen, rechtlichen und technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten zum Handel.

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