- 29.11.2011, 13:25:29
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Murkraftwerk Graz: Rettet die Mur kritisiert Vorgehen der EStAG
Graz (OTS) - Rettet die Mur stellt nach Rücksprache mit Experten
der NGOs und der Universitäten klar, dass die Behauptungen der EStAG
PR-Abteilung in ihrer chronologischen Reihenfolge verdreht sind. Auch
wenn die EStAG zu beschwichtigen versucht, zeigt das Aktenstück der
Landesexperten sehr deutlich, dass eine Veränderung des Grazer
Grundwasserkörpers zu befürchten ist. Das, von der EStAG bezahlte,
Gutachten auf das sich die PR-Abteilung bezieht diente schließlich
als Basis für die Ausführungen der Landesspezialisten.
"Mit solchen Risiken und Gefahren darf man nicht fahrlässig umgehen,
denn der Grazer Grundwasserkörper betrifft tausende Menschen in der
Stadt. Es geht hier um den Schutz des Nutz- und Trinkwassers der
Grazer Bevölkerung," stellt Könczöl fest und bekräftigt die Kritik an
der Staustufe. Auch wenn die Energie Steiermark weiterhin zu
beschwichtigen versucht, bleibt die Gefahr für das Grundwasser
bestehen.
Im vorliegenden Dokument wird nicht nur die Veränderung des Grazer
Grundwasserköpers kritisiert. Auch die ökologische Verschlechterung
der Mur in Graz wird darin erstmals von offizieller Seite bestätigt.
Ein Standpunkt, den quasi alle Experten des Faches schon seit langem
vertreten und der dennoch seitens des scheidenden
Vorstandsvorsitzenden, Oswin Kois weiterhin bestritten wird.
Zitate aus EStAG - Gutachten:
Hydrogeologie - Grundwasser 601- 4.10.1 - S. 111
- Von Bedeutung ist das im Süden des Untersuchungsgebietes gelegene
Wasserwerk Feldkirchen der Graz AG, welches derzeit kaum in Betrieb
ist, aber ein bestehendes Wasserrecht mit einer Konsensmenge von 420
l/s aufweist.
- Ein Großteil des geplanten Vorhabens befindet sich im Schongebiet
des Wasserwerks Feldkirchen, weiters gibt es Schutzgebiete anderer
Nutzungen, die zum Teil bis fast zur Mur reichen.
Rückfragehinweis:
Clemens Könczöl - Sprecher "Rettet die Mur", Tel: 0664 1354672, E-Mail: [email protected]
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