Brunner zu Kastenstand: Berlakovich muss Zaudern und Zögern beenden

Tiere sind keine Ware. Qualitäts- und Tierschutzstandards sichern die Zukunft der heimischen Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Die Politik des Verhinderns und Verzögerns von Minister Berlakovich ist unerträglich. Schon im Juli 2009 habe ich einen Antrag im Nationalrat eingebracht um die tierschutzwidrige Praxis des Kastenstands in der Zuchtschweinehaltung zu beenden. Vor 14 Monaten erging die einstimmige Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft an Gesundheitsministerium und Landwirtschaftsministerium. Doch erst jetzt kommt Berlakovich darauf, dass ein praktikables alternatives Stallsystem entwickelt werden muss. Ich frage mich, wann erwacht er aus seinem Dornröschenschlaf und beginnt endlich zu handeln. Wie viel Zeit will er noch verstreichen lassen, bis er endlich einen gesetzeskonformen Zustand in der Schweinezucht herbeiführt", fragt Christiane Brunner, Tierschutzsprecherin der Grünen.

"Auch der Landwirtschaftsminister hat sich an die Gesetze in diesem Land zu halten. Doch die Praxis des Kastenstands entspricht noch immer nicht dem Tierschutz-Gesetz. Tiere sind keine Ware, sie sind fühlende Lebewesen, weshalb wir tierquälerische Handlungen auch gesetzlich verboten haben", betont Brunner.

"Wenn Minister Berlakovich wirklich die Interessen der Landwirtschaft im Blick hätte, dann müsste er den Einstieg in den Ausstieg aus dem Kastenstand vorantreiben. Über den Preis kann die österreichische Landwirtschaft im Wettbewerb mit einer landwirtschaftlichen Massenproduktion nicht bestehen. Österreich muss auf Qualität und auf Tierschutzstandards setzen. Das erwarten sich auch die KonsumentInnen. Diese Standards müssen dann auch beworben werden. Dafür braucht es ein Gütesiegelgesetz. Aber auch hier steht er auf der Bremse. Minister Berlakovich hören Sie auf mit dem Zaudern und Zögern und betreiben Sie endlich eine zukunftsfähige Politik zum Wohle der Tiere und der heimischen Landwirtschaft", so Brunner.

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