WKÖ-Wirtschaftsparlament einstimmig für stärker koordinierte EU-Wirtschaftspolitik

Schultz: "Unsere Betriebe haben enorm von der EU profitiert"

Wien (OTS/PWK856) - In einem einstimmig angenommenen Dringlichkeitsantrag hat das WKÖ-Wirtschaftsparlament die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für die Verstärkung der Koordinierung der nationalen Wirtschaftspolitiken einzusetzen.

WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz verwies in ihrem Statement auf die essentielle Rolle der Europäischen Union für die heimischen Betriebe: "Österreichs Wirtschaft konnte enorm vom EU-Beitrag profitieren. Seit 1995 investierten ausländischen Firmen jährlich durchschnittlich sieben Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Österreich. Mittlerweile werden mehr als 70 Prozent der österreichischen Exporte und Importe mit Ländern der Europäischen Union abgewickelt. Österreich verdient 6 von 10 Euro mit Waren- und Dienstleistungsexporten." Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu einer Staatsschuldenkrise der westlichen Industriestaaten geführt hat, habe deutlich aufgezeigt, dass die derzeitigen Strukturen der Eurozone nicht ausreichend sind.

Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, ergänzte: "Ich kann nur unterstreichen was Vizepräsidentin Schultz gesagt hat. Wo wären wir heute, wenn wir nicht Teil des EU-Wirtschaftsraumen und des Binnenmarktes wären? Ein Austritt aus der Euro-Zone wäre Gift für die Volkswirtschaft. Berechnungen gehen davon aus, dass dadurch bis zu 30 Prozent unserer Wirtschaftsleistung verloren gehen könnte."

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl dankte allen Fraktionen für die einstimmige Zustimmung zu diesem Antrag. Darüber hinaus wird darin die Regierung aufgefordert, "ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Europäischen Union und der Rolle Österreichs darin abzugeben." (AC)

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