Walser: Wir können uns BildungsverliererInnen nicht länger leisten

Grüne fordern Gemeinsame Schule als Weg aus der Schuldenkrise

Wien (OTS) - "Für das Schulsystem muss gelten: Kein Kind darf zurückgelassen werden, denn nur eine gut ausgebildete Jugend kann in wirtschaftlich schwierigen Zeiten im globalen Markt bestehen", kommentiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, die heute von der Arbeiterkammer präsentierte Studie zur Bildungsungleichheit. Aus dieser geht hervor, dass sich die Mehrheit der Eltern für ihre Kinder einen höheren Schulabschluss wünscht und auch in die Bildung investiert. Besonders großes Engagement zeigen Eltern aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien. Dennoch bleibt höhere Schulbildung Kindern aus einkommensstarken Familien vorbehalten.

In Österreich klafft die Einkommensschere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, die Mittelschicht rutscht ab, der Anteil an Armen und Armutsgefährdeten wächst. Gleichzeitig produziert unser stark selektives Schulsystem 34 Prozent RisikoschülerInnen und nur drei Prozent SpitzenschülerInnen. 8.000 SchülerInnen verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss. Die AkademikerInnenquote steigt im internationalen Vergleich nur zaghaft. "AkademikerInnen verdienen im Durchschnitt das 2,2-fache von Personen mit Pflichtschulabschluss und tragen dementsprechend mehr zum Staatshaushalt bei", verdeutlicht Walser die Wichtigkeit höherer Bildung.

"Wir können uns die immer größer werdende Zahl an BildungsverliererInnen nicht leisten", meint Walser und weiter. "Eine gut ausgebildete Jugend ist die einzige Chance, die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise nachhaltig zu bewältigen. Die Gemeinsame Schule ist das Tor zu höherer Bildung für alle."

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