• 24.11.2011, 10:49:15
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NÖ Hilfswerk unterstützt Forderungen nach mehr SozialarbeiterInnen und PsychologInnen an Schulen

Mehr psychosoziale Angebote an Niederösterreichs Schulen sollen Lehrern, Eltern und SchülerInnen bei Problemsituationen helfen und so Eskalationen verhindern.

St. Pölten (OTS) - Wenn Kinder Probleme haben, wirkt sich das auch
auf die Leistungen und das Verhalten in der Schule aus. Dabei stoßen
Schule, Lehrer und Eltern oft an ihre Grenzen. Die Lehrergewerkschaft
forderte nun härtere Strafen bei Problemschülern und sogar die
Streichung der Familienbeihilfen. Anlass ist ein Prozess in Linz, bei
dem ein Schüler die Republik Österreich klagt, weil sein Lehrer ihm
angeblich eine Ohrfeige verpasste.

Das NÖ Hilfswerk hält eine Streichung der Familienbeihilfe für nicht
zielführend. Dass sich alle Beteiligten - Eltern, Schüler und
Pädagogen - mit dem Thema auseinander setzen müssen, steht jedoch
außer Frage. Deswegen zeigt das NÖ Hilfswerk eine unterstützende
Alternative auf: "Mehr SozialarbeiterInnen und PsychologInnen sollen
an Niederösterreichs Schulen eingesetzt werden. Das könnte in vielen
Situationen eine Eskalation verhindern", bekräftigt NÖ
Hilfswerk-Geschäftsführer Gunther Hampel.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen vermehrte Anfragen nach
Beratungsleistungen in den Zentren für Beratung & Begleitung des NÖ
Hilfswerks. "Nicht nur Eltern nehmen mit ihren Kindern unsere
Beratung und Begleitung in Anspruch. Auch Lehrer suchen Hilfe, weil
sie mit Herausforderungen in der Schule nicht klar kommen", weiß Elke
Fuchs, Leiterin des Fachbereichs "Kinder, Jugend und Familie" beim NÖ
Hilfswerk. An einigen Hauptschulen in Niederösterreich und jetzt neu
an einer Landesberufschule sind bereits Sozialarbeiter des NÖ
Hilfswerks eingesetzt. Beratungsgespräche für Schüler,
Gruppenangebote und Projektarbeiten werden dabei angeboten. Der
Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Mobbing, Gewalt oder
Sozialverhalten.

Ein verstärkter und flächendeckender Einsatz von PsychologInnen und
SozialarbeiterInnen in Niederösterreichs Schule hätte Vorteile für
alle Beteiligten. Lehrer werden so entlastet und Schüler haben eine
Anlaufstelle für ihre Probleme und Anliegen. Vorbild könnte dabei das
Schulmodell in Finnland sein, wo die Mitarbeit von Fachpersonal aus
dem Bereich Sozialarbeit und Psychologie bereits Standard ist.

Schulen können sich beim NÖ Hilfswerk melden, wenn
Unterstützungsbedarf besteht. Nähere Informationen gibt es in den
Zentren für Beratung & Begleitung des NÖ Hilfswerks. www.hilfswerk.at

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Elisabeth Schreiner, NÖ Hilfswerk, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 02742/249-1121
mailto:[email protected]

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