ÖGB: Augen vor der Arbeitsmarktrealität zu verschließen, bringt uns nicht weiter

Betriebe müssen ihre Verantwortung wahrnehmen

Wien (OTS/ÖGB) - Nur ein Drittel der Frauen über 55 Jahren hat einen Job, viele davon arbeiten Teilzeit. "Frauen kämpfen sich mit schlecht bezahlten Jobs bis zur Pension durch, wenn sie nicht arbeitslos sind. Eine vorzeitige Anhebung des Frauen-Pensionsantrittsalters würde ihr Leiden nur verlängern", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht. Zunächst müssten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, die ein langes, gesundes arbeiten möglich machen. "Fehlende Arbeitsplätze, Altersdiskriminierung, krankheitsbedingtes Ausscheiden und geringe Frauenpensionen lösen wir nicht durch die gesetzliche Anhebung auf dem Papier, die Betriebe müssen erst ihren Beitrag leisten."++++

Auch von Zwangspensionierungen könne keine Rede sein. "Wenn Frauen länger arbeiten wollen und zwangspensioniert werden, liegt das in der Verantwortung der Betriebe, ihre Praxis zu ändern", bekräftigt die Frauenvorsitzende. Auch habe es bisher nur Einzelfällen in höheren Positionen gegeben und betreffe nicht die Mehrheit der Frauen. Ruprecht: "Deshalb das Pensionssystem vorgezogen ändern zu wollen und die Mehrheit der Frauen in die Arbeitslosigkeit zu schicken, ist verantwortungslos."

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