Bayr zum Tag gegen Gewalt: Europaratskonvention ratifizieren

155 Millionen Frauen Opfer von Genitalverstümmelung (FGM)

Wien (OTS/SK) - "Laut Schätzungen des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser ist in Österreich jede fünfte Frau von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen." Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" am 25. November, Startschuss für die "16 Tage gegen Gewalt", die am 10. Dezember mit dem "Internationalen Tag der Menschenrechte" enden. ****

Mehr als die Hälfte aller Morde passieren im Familien- und Bekanntenkreis und die Opfer sind mehrheitlich Frauen und Kinder. Auch mehr als die Hälfte der Kinder ist von direkter Gewalt durch den Vater betroffen. "Österreich hat erst im Mai dieses Jahres die Europaratskonvention gegen Gewalt an Frauen unterzeichnet, jetzt müssen wir sie nur noch ratifizieren", fordert Bayr gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Die Nationalratsabgeordnete verweist auf die globale Dimension dieser fundamentalen Menschenrechtsverletzung. "Weltweit werden immer noch hauptsächlich Frauen Opfer von Gewalt. Ob nun durch Ehrenmorde, Zwangsverheiratungen, oder - weit weniger offensichtlich - durch Genitalverstümmelungen." Als Beispiel führt Bayr die Frauen in Afghanistan an, die selbst zwei Jahre nach in Kraft treten eines entsprechenden Gesetzes gegen Gewalt an Frauen weiterhin viel zu häufig Opfer von häuslicher Gewalt werden. Besonders das stets tabuisierte Thema der Genitalverstümmelung benötige dringend Aufmerksamkeit. "Weltweit sind immer noch etwa 155 Millionen Frauen von dieser wohl brutalsten Ausformung des Patriarchates betroffen", so Bayr abschließend. (Schluss) up/mp

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