- 23.11.2011, 12:29:15
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Sauberes Heizen: Erdgas senkt Feinstaubbelastung
Wien (OTS) - Für die Feinstaubbelastung sind nicht nur Benzin- und
Dieselfahrer verantwortlich, sondern auch beim Heizen wird oft jede
Menge Feinstaub freigesetzt. Erdgas verbrennt hingegen sowohl beim
Fahren als auch beim Heizen nahezu rückstandsfrei.
"Wer mit Erdgas heizt, setzt auf einen günstigen, sauberen und
sicheren Brennstoff", sagt Michael Mock, Geschäftsführer Fachverband
Gas Wärme. Mehr als eine Million Haushalte in Österreich heizen mit
Erdgas, mehr als 6.000 Autofahrer haben Benzin oder Diesel durch
Erdgas im Tank ersetzt - Tendenz weiter steigend. Sie alle tragen zu
sauberer Luft auch in Ballungsräumen bei. Denn beim Verbrennen von
Erdgas entsteht im Gegensatz zu Holz so gut wie kein Feinstaub. Das
ist gut so. Denn die so genannten PM-10-Staubteilchen können bis tief
in die Lunge gelangen und sind besonders gesundheitsschädlich.
Laut einer Studie des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik
an der Universität Stuttgart emittiert eine Erdgasheizung nur 0,034
mg/kWh an Gesamtstaub. Eine Heizung mit schwefelarmen Öl stößt 0,09
mg/kWh aus. Mit Standardöl steigt der Ausstoß auf 1,40 mg/kWh - mehr
als das 40-fache der Erdgasheizung. Beim Pelletkessel sind es 114
mg/kWh.
Professor Günter Baumbach von der Universität Stuttgart: "Das
größte Problem sind handbeschickte und schlecht geregelte
Stückgutheizungen. Es raucht beim Anzünden, bei gedrosseltem Betrieb
und wenn die Feuerung nicht optimal läuft."
Lebensministerium sollte Förderpolitik überdenken
Mock: "Holzheizungen mögen zwar eine gute CO2-Bilanz haben, ihre
Feinstaubemissionen sind jedoch ein Angriff auf unsere Gesundheit.
Das Lebensministerium sollte seine Förderpolitik überdenken und mehr
Anreize für den sauberen Brennstoff Erdgas setzen, anstatt die
umwelt- und gesundheitsbelastenden Holzheizungen zu fördern." Erdgas
wird zudem durch Pipeline-Rohre bis zum Zielort transportiert - Öl
oder Holz hingegen wird mit Lastkraftwagen befördert, was die
Umweltbelastung weiter erhöht. Auch das Verbrennen von Braun- und
Steinkohle hat unerwünschte Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.
Mehr Erdgas, mehr Lebensqualität
Der Ausbau des öffentlichen Erdgas- und Fernwärmenetzes hat in den
vergangenen 20 Jahren laut Umweltbundesamt zu einem Rückgang der
Feinstaubemissionen im Sektor Kleinverbrauch (umfasst unter anderem
die Verbrennung in Haushalten) geführt. Weitere Faktoren: die
Modernisierung alter Heizungsanlagen und der Wechsel zu
emissionsärmeren Brennstoffen.
Mock: "Wenn noch mehr Menschen mit dem sauberen und günstigen
Brennstoff Erdgas heizen, können wir diesen positiven Trend
fortsetzen. Heizen mit Erdgas sorgt für eine hohe Luft- und
Lebensqualität."
Erdgasautos: Autofahren ohne Feinstaub
Auch auf der Straße schont Erdgas sowohl Umwelt als auch
Gesundheit. Erdgasfahrzeuge sind eine erprobte Technologie, die in
Serienfertigung von großen Konzernen wie Volkswagen, Daimler, Fiat
oder General Motors eingesetzt wird. Immer mehr Privatpersonen und
Unternehmen setzen auf den umweltfreundlichen Treibstoff, der im
Vergleich zu herkömmlichen Antriebsarten um 20 Prozent weniger CO2
und so gut wie keinen Feinstaub emittiert. Die Gesamtreichweite von
Erdgasfahrzeugen beträgt bis zu 900 Kilometer. Das Tankstellennetz in
Österreich ist flächendeckend ausgebaut. Mock: "Erdgasautos sind die
umweltfreundliche Alternative für den Individualverkehr."
Über den Fachverband Gas/Wärme:
Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der
österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW
bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung
eine wichtige Stellung ein.
Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in
Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der
Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas,
Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu
prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender
Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.
Zur Studie: Dr. Michael Struschka, akademischer Mitarbeiter am
Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK), hat in einer
über vier Jahre laufenden Versuchsreihe die Feinstaubemissionen sowie
gasförmige Emissionen von Heizkesseln im kleinen Leistungsbereich bis
20 kW mit den Brennstoffen Heizöl EL, Heizöl EL schwefelarm und
Bioheizöl sowie Erdgas H und Holzpellets ermittelt.
Zentrales Ergebnis der Studie: Sowohl im stationären Dauerbetrieb als
auch unter Berücksichtigung der Start- und Stopp-Vorgänge im
realitätsnahen Betrieb liegen die Schadstoffemissionen bei modernen
Öl- und Gasheizungen auf einem sehr niedrigen Niveau.
Rückfragehinweis:
FGW - Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Mag. Katalin-Andrea Griessmair Referentin Bereich Wärme Mail: [email protected] Tel.: +43/1/513 15 88/31 www.gaswaerme.at
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