FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Gentechnik-Ausgangsstoffe haben in Bio-Produkten nichts verloren!

Verpackungen aus genmanipulierter Maisstärke sind sicher nicht "bio"

Wien (OTS) - "Wir nehmen zur Kenntnis, dass ein großer französischer Nahrungsmittelkonzern laut Gesundheitsminister Stöger derzeit keinen Einsatz von Biokunststoffbechern in Österreich plant", so heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die Grundsatzfragen zu Bioplastik stellen sich aber dennoch. Wir Freiheitliche haben nichts gegen den Einsatz von Bio-Kunststoffen. Ganz im Gegenteil sind wir sehr interessiert daran, verstärkt umweltverträglichere, weil biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien im Handel zu sehen."

Es sei aber die Frage, ob auch tatsächlich alles "bio" sei, wo Bio draufstehe. Nachdem die in Deutschland beanstandeten Verpackungen in den USA aus Maisstärke hergestellt würden und der dortige Maisanbau zu einem hohen Grad in gentechnisch veränderter Landwirtschaft erfolge, könne Gentechnikfreiheit hier nicht gewährleistet werden. Was aber gentechnisch verändert sei, gelte für den europäischen Konsumenten nie und nimmer als "bio".

"Minister Stöger kennt die diesbezüglichen Befindlichkeiten der Österreicher sehr genau", betont Belakowitsch-Jenewein. "Es verwundert deshalb schon, wenn er einerseits behauptet, in Biokunststoff gäbe es keine gentechnisch veränderten Strukturen, und in derselben Anfragebeantwortung festhält, die Feststellung gentechnisch veränderter Ausgangstoffe sei technisch gar nicht möglich. Dieser widersprüchliche und daher leichtfertige Umgang mit dem Thema zeigt, dass die SPÖ in Gentechnikfragen auf den doppelgleisigen ÖVP-Kurs einschwenkt, den diese bereits zu Zeiten eines Franz Fischler, Wilhelm Molterer oder Josef Pröll praktizierte. Für die FPÖ gilt weiterhin ein striktes Nein zur Agrogentechnik. Hier darf es keine für den Konsumenten irreführenden, industriefreundlichen Kompromisse im (Un)Sinne von 'ein bisschen schwanger' geben."

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