FPÖ: Unterreiner fordert besseren Schutz der deutschen Sprache

Knappes Kulturbudget soll gemeinschaftsfördernd eingesetzt werden

Wien (OTS) - FPÖ-Kultursprecherin NAbg. Heidemarie Unterreiner hat im Zuge der Beratungen zum Kulturbudget im Nationalrat einen Antrag zum besseren Schutz der deutschen Sprache eingebracht. Kulturministerin Schmied (SPÖ) wird darin aufgefordert, einen nationalen Aktionsplan auszuarbeiten, der neben finanziellen auch legislative Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der deutschen Sprache vorsieht. Unterreiner spricht sich vehement gegen die Verluderung der deutschen Sprache durch den völlig überzogenen Einsatz fremdsprachiger Ausdrücke aus: "Öffentliche Institutionen sollten daher ganz besonders darauf achten, sich unserer Muttersprache zu bedienen", so Unterreiner. Auch die Medien und hier vor allem der staatliche ORF stünden jedoch in der Verantwortung: "'Prime Time' und 'ZIB Flash' sind peinliche Versuche, sich 'modern' zu geben", heißt es in der Begründung des Antrags.

Beim knappen Kulturbudget in der Höhe von 455 Millionen Euro oder 0,6 Prozent des BIP legt Unterreiner Wert darauf, dass dieses Geld in Projekte fließen soll, mit denen Zusammenhalt und Stabilität der Gesellschaft gestärkt werden. "Das heißt: keine Förderung von Parallelgesellschaften. Menschen, die zuwandern, müssen sich integrieren. Und kein Geld für Staatskünstler, die sich auf Kosten der Allgemeinheit ihren schicken Lebensstil bezahlen lassen", fordert die FPÖ-Kultursprecherin. Es gebe zahlreiche arrivierte Staatskünstler, die jährlich stolze Beträge bekommen, wie etwa Thomas Glavinic, der sich Jahr für Jahr mit 8000 Euro Reisen nach Kuba und nach Rom finanzieren lasse, oder Egyd Gstättner, der jährlich für seine Werkstipendien und Computer 4000 Euro einstecke, oder auch der Schriftsteller Robert Menasse, der vom Staat für Übersetzungstätigkeiten entlohnt werde.

Unterreiner wies die Ministerin auf die größten Baustellen ihres Ressort hin, die im Museumsbereich - Stichwort Volkskunde- und Völkerkundemuseums - sowie bei den Musikschulen lägen, in denen die Länder nicht genügend Plätze zur Verfügung stellen. "Wenn es im Musikland Österreich nicht genug Plätze für Kinder gibt, die ein Musikinstrument lernen wollen, dann muss eben ein nationaler Aktionsplan her", stellt Unterreiner fest.

Verabschieden solle sich die heimische Kulturpolitik hingegen von der Finanzierung dubioser Manager - Unterreiner sprach wörtlich von "Kulturstrizzis" -, die große Kulturinstitutionen zur ihrer ideologischen Spielwiese umfunktionieren: "So wie der ehemalige Direktor des MAK, Peter Noever, oder Gerald Matt, der Wiener Kunsthallendirektor, der auch vom Bund jährlich Subventionen dazubekommt."

"Kulturpolitik ist keine Verzierung, kein Ornament - Kulturpolitik ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht", hielt Unterreiner einmal mehr fest und forderte Schmied auf, in diesem Sinne verantwortungsvoll mit den Budgetmitteln umzugehen.

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