Europäischer Antibiotikatag - Kadenbach: Zunahme der Resistenzen besorgniserregend

Europäische Strategie zum besseren Einsatz von Antibiotika gefordert

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des morgen stattfindenden europäischen Antibiotikatages fordert die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach einen sorgsameren Umgang mit Antibiotika. "Die Resistenzen nehmen europaweit zu, dies stellt eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung dar und nimmt mittlerweile ein besorgniserregendes Ausmaß an", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Volksgesundheit des Europäischen Parlaments, am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Neben den gesundheitlichen Auswirkungen werden durch die Zunahme der Resistenzen auch Kosten im Gesundheitswesen erhöht, da die Behandlung von Krankheiten, die normalerweise durch gezielten Einsatz von Antibiotika geheilt werden können, nun mit aufwändigeren Methoden bekämpft werden müssen. ****

Kadenbach nennt als Gründe für die zunehmenden Resistenzen gegen antimikrobielle Mittel die ungenügende Aufklärung der Patienten über den Einsatz von Antibiotika sowie die zum Teil unkritische Verschreibung durch Ärzte. "Eine Studie der Europäischen Union hat gezeigt, dass 53 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Antibiotika Viren töten und 47 Prozent glauben, Antibiotika wirken gegen Grippe und Erkältungen", erläutert Kadenbach. Ein weiteres Problem ist der Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren; über die Nahrungskette können die Resistenzen auf den Menschen übertragen werden. "Auch in der Landwirtschaft muss daher ein erhöhtes Augenmerk auf die richtige und maßvolle Verwendung von antimikrobiellen Mitteln gelegt werden", betont die Europaparlamentarierin. Sie fordert daher die Ausarbeitung von konkreten Strategien durch Expertinnen und Experten der EU-Kommission zum umsichtigen Einsatz von Antibiotika, zur besseren wissenschaftlichen Erforschung, zur Kontrolle der Resistenzen sowie zu den möglichen Wechselwirkungen insbesondere im Einsatz bei Tieren bzw. im Lebensmittelbereich. (Schluss)

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