Kukacka: MKV verwahrt sich gegen Aushungern der Gymnasien!

Bundesministerin Schmied lässt Katze aus dem Sack

Wien (OTS) - Der Frust über das schlechte Abschneiden des Gesamtschulen-Begehrens veranlasst offensichtlich die Frau Unterrichtsministerin Schmied, die Katze aus dem Sack zu lassen.

"Vollkommen unverblümt gibt Unterrichtsministerin Schmied zu, die Schülerinnen und Schüler in den Gymnasien absichtlich und vorsätzlich gegenüber jenen der Neuen Mittelschule diskriminieren zu wollen", kommentiert der Vorsitzende des Mittelschülerkartellverbandes, Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka, ein entsprechendes Interview von BM Schmied in der Tageszeitung "Standard" vom 12.11.2011.

Wörtlich ist dort zu lesen:
Standard: Das heißt: Nur wenn ein Gymnasium sagt, wir werden eine Neue Mittelschule, gibt es zusätzliche Lehrer und mehr Geld? Schmied: Ja. Angebotsorientierte Politik.

Damit kündigt sich eine weitere ungesetzliche Vorgangsweise der Unterrichtsministerin an. Denn schon bei der Umsetzung der gesetzlich festgeschriebenen Klassenschülerhöchstzahl 25 hält sich Frau BM Schmied nicht an das Gesetz, wie man in mehr als einem Drittel aller AHS-Unterstufen-Klassen leicht feststellen kann. Auch der Rechnungshof konstatierte im Jänner 2011 bei der Ressourcenzuteilung ein krasses Missverhältnis zwischen AHS und Hauptschule! Nicht einmal 6,1% (!!!) der von Schmied vorgesehenen Mittel zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahl 25 flossen in die AHS-Unterstufe.

"Der MKV verwahrt sich mit aller Entschiedenheit gegen das vorsätzliche Aushungern unserer Gymnasien und fordert eine gerechte Aufteilung der Geldmittel zwischen Gymnasien und Neuen Mittelschulen. Der Frau Unterrichtsministerin sollte klar sein, dass die Probleme unseres Schulsystems nicht durch eine ideologisch motivierte Gesamtschule zu lösen sind, sondern in Wahrheit schon viel früher, nämlich im Kindergarten und in der Volksschule, ihre Wurzeln haben! Das Erlernen der Unterrichtssprache und der Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen sowie ein leistungsdifferenziertes Schulangebot mit ausreichend Übertrittsmöglichkeiten müssen im Mittelpunkt einer sinnvollen Bildungsreform stehen!", stellte Kukacka abschließend fest.

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