- 11.11.2011, 15:29:31
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Regner: "Richtungsweisende Entscheidungen für Europa stehen an"
Investitionen in Bildung und Ausbildung unserer Jugend wichtig - Modell der Flexicurity soll verbessert werden
Wien (OTS/SK) - "Angst ist ein sehr hinderlicher Zustand, um
richtungsweisende Entscheidungen für die Europäische Union zu
beschließen", sagte die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner heute,
Freitag, im Rahmen einer Podiumsdiskussion, mit dem EU-Kommissar für
Beschäftigung, Soziales und Integration, László Andor, durchgeführt
vom "Europa Club uni". Diskutiert wurde über den derzeitigen Zustand
und eine mögliche zukünftige Entwicklung der EU in Hinblick auf
Globalisierung, demografische Entwicklung und die sozialen
Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Menschen. "Die
Wirtschaftskrise von 2007/2008 war die größte seit 80 Jahren und hat
einen regelrechten Dominoeffekt ausgelöst. Zuerst die
Immobilienkrise, dann folgten Finanz-, Wirtschafts-, Währungs- und
Schuldenkrise und nun sehen wir uns mit einer möglichen sozialen
Krise konfrontiert", erklärte Regner. ****
"Ein wichtiges Instrument, um der Krise Herr zu werden, ist, in die
Jugend zu investieren", sagte Regner, denn "wenn wir das jetzt
versäumen, werden die Folgekosten in Zukunft noch viel höher
ausfallen". Wie neue Zahlen zeigen, sind es schwere Zeiten für die
jungen Menschen in der EU: Mehr als 20 Prozent der 15- bis
24-Jährigen haben keinen Job, in Spanien ist inzwischen fast jeder
Zweite arbeitslos - und die Aussichten sind alles andere als positiv.
"Darum ist es umso wichtiger, in Bildung und Ausbildung unserer
Kinder zu investieren", bekräftigte die EU-Abgeordnete.
"Auch das Modell der Flexicurity soll innerhalb der EU weiter
verbessert werden", so Regner. Dieses Modell soll den Bedarf der
Arbeitgeber an flexiblen Arbeitskräften mit den Anforderungen der
Arbeitnehmer an die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes vereinen. "Hier
muss man jedoch aufpassen, da sich die Europäische Kommission zu sehr
auf die Flexibilität fokussiert hat, wodurch solche Modernisierungen
der Arbeitsmärkte meist zu Lasten der Arbeitnehmer durchgeführt
wurden", sagte Regner.
"In den letzten 20 Jahren wurden einige wichtige Reformen nicht mit
der letzten Konsequenz durchgeführt, aber die EU hat viel Positives
für die Menschen bewirkt", sagte Regner. "Deshalb blicke ich nicht in
eine düstere Zukunft, sondern bin überzeugt, dass wir gestärkter aus
der Krise hervorgehen werden", so die EU-Abgeordnete. (Schluss)
mis/bj
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