• 11.11.2011, 12:53:07
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MKV-Kukacka: Weitgehend selbstverschuldeter Flop des Bildungsvolksbegehrens

Zuviel ideologischer Ballast, zu wenig begabungsgerechte Förderung der Schüler

Wien (OTS) - "Knapp am weitgehend selbstverschuldeten Flop vorbei
schrammte das Bildungsvolksbegehren des Hannes Androsch", stellte
heute der MKV Vorsitzende Mag. Helmut Kukacka fest.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

.)"Zuviel ideologischer Ballast durch die sozialistische
Uraltforderung nach einer Gesamtschule, die dort, wo sie eingeführt
wurde, keines ihrer Versprechen gehalten hat,

.)zu viel vordergründige Selbstdarstellung des politisch umstrittenen
Hauptinitiators Androsch,

.)zu massives, einseitiges Trommelfeuer der österreichischen Medien,

.)ein zu überzogenes Schlechtreden des derzeitigen Schulsystems",
führte Kukacka aus.

All dies hat die Bevölkerung zur Skepsis veranlasst und zu einer
Abwehrreaktion gegenüber manchen einseitigen Forderungen des
Bildungsvolksbegehrens geführt.

Trotzdem: Einige Anliegen des Bildungsvolksbegehrens sind wichtig und
notwendig und müssen von der Politik weiterverfolgt werden, fordert
der MKV. So spricht sich der MKV für stärkere Schulautonomie bei der
Festlegung der pädagogischen Ziele und beim Personalmanagement aus.
Notwendig sind ebenfalls deutlich mehr und bessere Angebote für
ganztätige Schulformen und eine umfassende Aus-und Weiterbildung der
Lehrer, fordert der MKV.

Das matte Ergebnis des Volksbegehrens ist jedenfalls auch eine Absage
der Mehrheit der Bevölkerung für den harten Kern des Volksbegehrens,
nämlich die Forderung nach der Gesamtschule.
In Zukunft müsse der Schwerpunkt- statt auf ständige
Schulstrukturdebatten- auf innere Schul-und Unterrichtsreformen
gelegt werden: Weg von der Durchsetzung ideologischer fixierter
Gleichheitsvorstellungen im Schulsystem, hin zu einer
begabungsgerechten Förderung der Talente und Neigungen der Schüler in
einem vielfältigen und leistungsorientierten Schulsystem.

Völlig inhomogene Klassen in einer Gesamtschule überfordern nämlich
Kinder und Lehrer, die Schwächeren profitieren nicht, die Guten
werden gebremst und das Niveau sinkt, stellte der MKV fest.

Rückfragehinweis:
MKV:
Gregor Stiebellehner
[email protected]

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