ÖH unterstützt Forderung nach Medizin Uni in Linz

derzeit nur 17,5 Prozent der AufnahmetestteilnehmerInnen an Medizin Unis genommen

Wien (OTS) - "Die Sinnhaftigkeit der Forderung nach einer weiteren Medizin Uni liegt für uns auf der Hand", so Peter Grabuschnig, Generalsekretär der ÖH Bundesvertretung. "In Anbetracht des ÄrztInnenmangels, der vor der Tür steht, ist die derzeitige Situation untragbar. Es gilt, einen ÄrztInnenmangel abzuwenden und ihn nicht bloß untätig passieren zu lassen. Schon jetzt ist die Zahl der AbsolventInnen eines Medizinstudiums geringer als jene der ÄrztInnen, die in absehbarer Zeit, also in fünf bis zehn Jahren, in Pension gehen werden - wie einem Artikel der ÖAZ zu entnehmen ist."

"Der beschränkte Zugang zu den Medizinstudien führt zu einer massiven Verschärfung dieses Problems. Es ist nicht so, dass sich nicht genügend Menschen für ein Medizinstudium interessieren würden, sie werden nur nicht aufgenommen und die Kapazitäten werden nicht erweitert, wie u.a. die lange Diskussion über den Bau einer Medizin Uni in Linz zeigt. Bei den 2011 in Wien, Graz und Innsbruck durchgeführten Aufnahmetests wurden nur 1530 der insgesamt 8739 zur Prüfung Angetretenen aufgenommen. Das sind bloß 17,5 Prozent! Was mit den restlichen 7209 jungen Menschen passiert, ist der Regierung wohl egal", empört sich Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

"Zu dieser unglaublichen Selektion kommt noch hinzu, dass der Medizin-Aufnahmetest Frauen strukturell benachteiligt und die Angemeldeten selbst für diese Schikane bezahlen müssen - nur die Uni Graz rückerstattet die Gebühr, von Wien und Innsbruck wird sie einfach einbehalten. Für uns ist es wichtig, dass derartige Aufnahmeverfahren nicht mehr stattfinden. Wir müssen der Tatsache, dass die bidherige Politik gescheitert ist, ins Auge sehen. Es braucht einen radikalen Ausbau der medizinischen Universitäten. Eine weitere Medizin Uni in Linz kann ein erster Schritt sein, auf den noch viele folgen müssen", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam abschließend.

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