• 08.11.2011, 09:52:17
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Bewusste Auswahl der Lebensmittel in Großküchen trägt zum Klimaschutz bei

Das für den Österreichischen Klimaschutzpreis nominierte Projekt SUKI bestätigt: Bio und regional und saisonal ist optimal.

Wien (OTS) - "Mehr als 20% der ÖsterreicherInnen verpflegen sich
außer Haus, mit steigender Tendenz. 48% - 82% der CO2-Emissionen der
im Projekt SUKI untersuchten Großküchen entfallen auf die für die
Produktion der Lebensmittel eingesetzte Energie. Der größte Anteil
der CO2-Emissionen entfällt in den österreichischen Küchen mit etwa
60%-70% auf Fleisch. Mit einer Reduktion des Fleischeinsatzes und der
verstärkten Verwendung von biologischen, regionalen und saisonalen
Lebensmitteln kann eine Großküche ihre CO2-Emissionen wesentlich
reduzieren. Die Ergebnisse des Projekts SUKI (Sustainable Kitchen)
zeigen sowohl Großküchen, Gastronomiebetrieben, als auch privaten
Haushalten einen Weg zu einer klimaschonenden und gesunden
Ernährung", fasst DI Diederik de Neef von der RMA (Ressourcen
Management Agentur) die Ergebnisse des für den Österreichischen
Klimaschutzpreis nominierten Projekts zusammen.

Claus Holler, verantwortlich für Gemeinschaftsverpflegung bei BIO
AUSTRIA: "Erstmals liegen sämtliche klimarelevante Daten der gesamten
Produktionskette vom Feld bis auf den Teller vor - eine wichtige
Hilfe bei der Sensibilisierung von EntscheidungsträgerInnen und der
Entwicklung von nachhaltigen, klimarelevanten Maßnahmen. SUKI belegt:
Bio und regional und saisonal ist optimal". MR DI Alois Posch,
Abteilungsleiter der Abteilung II/7 -Biologische Landwirtschaft und
Benachteiligte Gebiete- ergänzt: "Die Biologische Landwirtschaft ist
wegen ihrer Umweltleistungen ein wichtiges Element der Kyoto-,
Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie und spielt eine
Schlüsselrolle bei der Senkung klimarelevanter Emissionen in
Österreich. Nicht nur die Landwirtschaft selbst, auch KonsumentInnen
und ihr Verhalten spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die
Gemeinschaftsverpflegung mit täglich 1,5 Mio. produzierten Speisen
ist ein wichtiger Hebel zur Erreichung unserer Ziele".

Bio und regional und saisonal ist optimal

Die Ergebnisse des Projekts SUKI bestätigen die klimarelevanten
Vorteile von regionalen, saisonalen Bio-Lebensmitteln. Die größten
Einsparpotenziale liegen darin, dass weniger Fleischspeisen und
vermehrt vegetarische Speisen angeboten werden. Eine Portion
'Rindfleisch mit Salzkartoffeln' emittiert etwa 2,0 kg CO2. Im
Vergleich dazu emittiert eine Portion Nudeln mit Paradeissauce etwa
0,01 kg CO2, also ein Vielfaches weniger.

Einsparpotenziale sind aber nicht nur dadurch gegeben, dass
zwischen den Lebensmittelgruppen Alternativen ausgewählt werden
(Gemüse statt Fleisch), sondern auch innerhalb der
Lebensmittelgruppen. So senkt z.B. der Einsatz von Geflügel statt
Rindfleisch die Treibhausgas-Emissionen wesentlich.

Neben der Herkunft und der landwirtschaftlichen Produktionsmethode
beeinflusst auch der Verarbeitungsgrad die CO2-Emissionen: Je höher
verarbeitet, umso höher die Emissionen. Daher sollten die Küchen
möglichst viele Speisen frisch zubereiten. So hat z.B.
Convenient-Kartoffelpüree deutlich höhere CO2-Emissionswerte als
frisch zubereitetes Kartoffelpüree.

Handbuch für Großküchen

Ergebnis des Projekts SUKI ist ein Katalog mit kurz-, mittel- und
langfristigen Maßnahmen zur CO2 Reduktion, der allen Großküchen bei
der Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur
Verbesserung von Klimadaten und Ernährungsqualität unterstützt. Durch
die Umsetzung der

Maßnahmen zur CO2-Einsparung leisten die Großküchen nicht nur
einen Beitrag zum Klimaschutz, sie beeinflussen durch ihre
Vorbildwirkung das Ernährungsverhalten der KonsumentInnen und
forcieren dadurch gesunde und nachhaltige Ernährung. Kinder in
Kindergärten und Schulen, PatientInnen in Krankenanstalten und ältere
Personen in Pensionistenwohnheimen als wichtige KundInnen von
Großküchen setzen einen besonders verantwortungsvollen Umgang bei der
Zusammenstellung der Ernährung voraus.

SUKI - nominiert für den Österreichischen Klimaschutzpreis

Die Wichtigkeit des Themas und Innovationskraft des Projekts für
den aktiven Klimaschutz führten zur Nominierung zum Klimaschutzpreis
2011 in der Kategorie Großbetriebe und Industrie.

Projektdaten

Das dreijährige Projekt SUKI wurde aus Mitteln des Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung des Bundesministeriums für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Wien - MA22 (ÖkoKauf) und MA38,
des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung, des Amtes der
Niederösterreichischen Landesregierung, des Umweltministeriums der
Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität Ceské
Budejovice, der Masaryk-Universität in Brünn gefördert. Beteiligte
Projektpartner: RMA, BIO AUSTRIA, Universität Budweis, EPOS und
Daphne. Es wurden Daten von 4 tschechische und 6 österreichische
Großküchen erhoben.

Rückfragehinweis:
Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
Tel.: +43/676/842 214 214
E-Mail: [email protected]

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