- 07.11.2011, 14:59:15
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EU -Kommissar entlarvt sich als Handlanger der Atomlobby
Freistadt (OTS) - Die Aussage von EU - Energiekommissar Günther
Oettinger, Atomkraft solle weiter eine wichtige Rolle spielen,
entlarvt ihn nicht nur als Handlanger der Atomlobby, sondern seine
Aussage, Atomenergie würde zum Schutz des Weltklimas beitragen,
beweist zudem, dass dieser Herr nichts verstanden hat.
Das Anti Atom Komitee fordert Kommissar Oettinger auf, endlich
angemessene Versicherungen für AKWs durchzusetzen anstatt zu
behaupten, Atomenergie würde zu "niedrigen Systemkosten und
Strompreisen" beitragen.
Die deutschen Atomkonzerne werden den deutschen
Atomausstiegsbeschluss nicht widerspruchslos hinnehmen, das war klar.
Dass sich der deutsche Energiekommissar Günther Oettinger jetzt aber
in der Form vor den Karren der Atomlobby spannen lässt, widerspricht
seiner Funktion und ist nicht akzeptabel.
"Erst Anfang Oktober belegte Prof. Schneider von der Linzer Kepler
Universität in einer Studie, dass Strompreise um zwei Euro/KW
realistisch sind, wenn AKWs so versichert sein müssten, dass
materielle Schäden einigermaßen abgedeckt wären. Der japanische
Atomkonzern Tepco hat bisher die Gewinne abgesahnt. Nach Fukushima
ist der Konzern pleite, für die Schäden muss jetzt das japanische
Volk aufkommen", hält Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee fest.
"Dass Kommissar Oettinger jetzt noch immer behauptet, Atomenergie sei
billig, ist an Ignoranz kaum zu übertreffen. Wenn man aber weiß, dass
z.B. der baden - würtembergische Atomkonzern EnBW mit der Schließung
von Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 im 1. Halbjahr 2011 um fast
600 Millionen Euro weniger Gewinn einfuhr, dann wird klar, dass da
Energiekommissar Oettinger, der selbst aus Baden-Würtemberg stammt,
der ideale Ansprechpartner der Atomlobby ist", erklärt Manfred
Doppler weiter.
"Wir fordern daher Kommissar Oettinger auf, seinen Aufgaben als
Energie - Kommissar gerecht zu werden und endlich eine adequate
Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke durchzusetzen, anstatt
längst widerlegte Argumente zu wiederkäuen. Aber auch Bundeskanzler
Faymann und Umweltminister Berlakovich sind dringend aufgefordert,
derartige Aussagen nicht unwidersprochen zu lassen und solchen
Fehlentwicklungen in der EU - Energiepolitik mit aller Macht
entgegenzutreten", so Manfred Doppler abschließend.
Rückfragehinweis:
Dipl. Ing. Manfred Doppler, Tel.: +43 664 45 05 015
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