• 04.11.2011, 13:03:40
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ÖAW und BMWF unterzeichnen Leistungs- und Rahmenvereinbarung

Wissenschaftsminister Töchterle und ÖAW-Präsident Denk betonen mehrjährige Finanzierungs- und Planungssicherheit

BM Karlheinz Töchterle (Mitte), ÖAW-Präsident Helmut Denk (re.) und ÖAW-Vizepräsident Arnold Suppan (li.) nach der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung.

Wien (OTS) - Nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen
sechs Monaten ist es gelungen, eine Leistungs- und Rahmenvereinbarung
zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF)
und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu
erarbeiten. Erstmals in ihrer Geschichte legt die Akademie damit ihre
2012-2014 geplanten Leistungen explizit gegenüber dem Bund dar und
erhält im Gegenzug dreijährige finanzielle Planungssicherheit. "Mit
der Leistungs- und Rahmenvereinbarung erhält die ÖAW eine mehrjährige
Finanzierungs- und Planungssicherheit", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. ÖAW-Präsident Dr. Helmut
Denk betont: "Spitzenforschung braucht nicht nur wissenschaftliche
Freiheit, sondern auch längerfristige Finanzierungssicherheit. Hier
sind wir mit der Leistungsvereinbarung einen großen Schritt
vorangekommen."

Am 4. November 2011 werden die Rahmenvereinbarung, die für alle
künftigen Leistungs-vereinbarungen zwischen BMWF und ÖAW den
rechtlichen Rahmen bietet, sowie die Leistungsvereinbarung 2012-2014
unter Anwesenheit der Verhandlungsteams unterzeichnet.

Präsident Denk erklärt: "Die Leistungsvereinbarung 2012-2014
beruht auf dem im April 2011 beschlossenen ÖAW-Entwicklungsplan, dem
intensive Diskussionen innerhalb der ÖAW vorangingen. Die
Leistungsvereinbarung ermöglicht es, wichtige Teile des
Entwicklungsplans umzusetzen. Zwar sind Einschnitte in manchen
Leistungsbereichen der ÖAW nicht zu vermeiden, die
viel-versprechendsten Forschungsschwerpunkte sowie die Identität der
ÖAW als außeruniversitäre Forschungsträgereinrichtung mit ihrer
einzigartigen Schnittstelle zur Gelehrtengesellschaft bleiben aber
gewahrt und können weiter gefördert werden."

Die erstmals zwischen dem Ministerium und der Akademie
abgeschlossenen Vereinbarungen bedeuten aus Sicht des Wissenschafts-
und Forschungsministers auch "gelebten Hochschulplan" und "gelebte
FTI-Strategie". Der Minister dankte allen Beteiligten für deren
großes Engagement: "'Viribus unitis' - getreu meinem Motto ist es
gemeinsam gelungen, nach rund einem halben Jahr intensiver Arbeiten
und Verhandlungen einen positiven Abschluss zu erreichen."

Die Schwerpunkte der Leistungsvereinbarung im Überblick:

- Festlegung auf sechs schwerpunktmäßig von der ÖAW zu bearbeitende 
   Forschungsgebiete:
 - Europäische Identitäten sowie Wahrung und Interpretation des 
   kulturellen Erbes 
 - Demographischer Wandel, Migration und Integration von Menschen in 
   heterogenen innovativen Gesellschaften
 - Biomedizinische Grundlagenforschung 
 - Molekulare Pflanzenbiologie 
 - Angewandte Mathematik inklusive Modellierung und Bioinformatik
 - Quantenoptik und Quanteninformation 

 - Fokussierung und Redimensionierung von ÖAW-Forschungseinheiten 
   mit dem Ziel der Weiterführung ausschließlich international 
   konkurrenzfähiger Einheiten in kritischer Größe

 - Etablierung eines international konkurrenzfähigen Karrierepfads 
   für Wissenschaftler(innen) an der ÖAW 

 - Steigerung der Drittmitteleinwerbung der 
   ÖAW-Forschungseinrichtungen 

 - Optimierung der Governance-Strukturen und weitere 
   Professionalisierung des ÖAW-Managements, insbes. auch des 
   Beteiligungsmanagements

 - Stärkung der Koordination und Kooperation zwischen ÖAW und 
   Universitäten in der Forschung, bis hin zur Übertragung von 
   ÖAW-Forschungseinheiten an Universitäten

- Stärkung des Dialogs zwischen ÖAW und interessierter
Öffentlichkeit

Im Vordergrund der künftigen Entwicklung steht die Sicherung von
Spitzenforschung auf international wettbewerbsfähigem Niveau. Die auf
dem geltenden Finanzrahmengesetz basierende Budgetsituation macht es
aber auch notwendig, dass die ÖAW als größte außeruniversitäre
Forschungsträgerorganisation Fokussierungen und Redimensionierungen
vornimmt. Das bedeutet für ihre Forscherinnen und Forscher eine große
Herausforderung.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service,
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Dr. Marianne Baumgart
   Österreichische Akademie der Wissenschaften/Öffentlichkeitsarbeit
   Austrian Academy of Sciences/Public Relations 
   Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien 
   T +43 1 51581-1331 
   [email protected] 
   www.oeaw.ac.at/pr
   
   Mag. Elisabeth Grabenweger
   Pressesprecherin des Bundesministers o.Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle
   Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
   Minoritenplatz 5, A-1014 Wien
   T +43 1 53120-9014
   [email protected]
   www.bmwf.gv.at

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