• 04.11.2011, 12:27:06
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  • OTS0145 OTW0145

Lueger: Öffentlicher Dienst verzichtet auf unbezahlte Praktika

Dienstrechtsnovelle 2011 derzeit in Begutachtung

Wien (OTS/SK) - Erfreut zeigte sich heute, Freitag, SPÖ-Kinder-
und Jugendsprecherin Angela Lueger, dass der Öffentliche Dienst in
Zukunft explizit auf unbezahlte Praktika verzichten will. Ein
diesbezüglicher Entwurf ist derzeit mit der Dienstrechtsnovelle 2011
in Begutachtung. "Junge Menschen, die an der Schnittstelle zwischen
Ausbildung und Berufsleben stehen, brauchen ordentliche
Beschäftigungsverhältnisse. Ich begrüße es daher sehr, dass
Beamtenministerin Heinisch-Hosek einen Entwurf für eine
Dienstrechtsnovelle vorgelegt hat, der - um die Benachteiligung
insbesondere von jungen Menschen zu verhindern - den expliziten
Verzicht auf unbezahlte Praktika enthält", so Lueger gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****

Konkret sieht die Novelle, die bis 8. November in Begutachtung ist,
zwei unterschiedliche Arten von Praktika vor. Das
Ausbildungspraktikum stellt den Ausbildungscharakter in den
Vordergrund und steht an der Schnittstelle zwischen einer Vorbildung
und einer späteren Berufsausübung. Es dient dazu, eine Berufs- oder
Schulbildung zu ergänzen und zu vertiefen und bietet dem
Praktikanten, der Praktikantin die Möglichkeit, Einsatzmöglichkeiten
im Bundesdienst kennenzulernen. Es dauert jedenfalls länger als drei
Monate und wird mit einem pauschalen Ausbildungsbeitrag von monatlich
1.300 Euro entlohnt. Das Kurzpraktikum ist im Gegensatz dazu auf
maximal drei Monate begrenzt und dient beispielsweise dazu, während
der Ferienzeit im Bundesdienst praktisch tätig zu sein. Es umfasst
eine Einführung in die einschlägige Verwaltungstätigkeit sowie die
praktische Erprobung auf einem Arbeitsplatz. Ein Kurzpraktikum kann
nur einmal pro Jahr abgeschlossen werden, der Ausbildungsbeitrag ist
mit 900 Euro monatlich festgesetzt.

"Diese Dienstrechtsnovelle sieht klare Regelungen für Praktika vor.
Damit übernimmt der Öffentliche Dienst einmal mehr eine
Vorreiterrolle. Wir brauchen gerechte Lösungen für junge Menschen
gerade am Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben. Ordentliche
Beschäftigungsverhältnisse müssen in jeder Lebensphase eine
Selbstverständlichkeit sein", so Lueger abschließend. (Schluss)
ah/sas/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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