Lueger: Öffentlicher Dienst verzichtet auf unbezahlte Praktika

Dienstrechtsnovelle 2011 derzeit in Begutachtung

Wien (OTS/SK) - Erfreut zeigte sich heute, Freitag, SPÖ-Kinder-
und Jugendsprecherin Angela Lueger, dass der Öffentliche Dienst in Zukunft explizit auf unbezahlte Praktika verzichten will. Ein diesbezüglicher Entwurf ist derzeit mit der Dienstrechtsnovelle 2011 in Begutachtung. "Junge Menschen, die an der Schnittstelle zwischen Ausbildung und Berufsleben stehen, brauchen ordentliche Beschäftigungsverhältnisse. Ich begrüße es daher sehr, dass Beamtenministerin Heinisch-Hosek einen Entwurf für eine Dienstrechtsnovelle vorgelegt hat, der - um die Benachteiligung insbesondere von jungen Menschen zu verhindern - den expliziten Verzicht auf unbezahlte Praktika enthält", so Lueger gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Konkret sieht die Novelle, die bis 8. November in Begutachtung ist, zwei unterschiedliche Arten von Praktika vor. Das Ausbildungspraktikum stellt den Ausbildungscharakter in den Vordergrund und steht an der Schnittstelle zwischen einer Vorbildung und einer späteren Berufsausübung. Es dient dazu, eine Berufs- oder Schulbildung zu ergänzen und zu vertiefen und bietet dem Praktikanten, der Praktikantin die Möglichkeit, Einsatzmöglichkeiten im Bundesdienst kennenzulernen. Es dauert jedenfalls länger als drei Monate und wird mit einem pauschalen Ausbildungsbeitrag von monatlich 1.300 Euro entlohnt. Das Kurzpraktikum ist im Gegensatz dazu auf maximal drei Monate begrenzt und dient beispielsweise dazu, während der Ferienzeit im Bundesdienst praktisch tätig zu sein. Es umfasst eine Einführung in die einschlägige Verwaltungstätigkeit sowie die praktische Erprobung auf einem Arbeitsplatz. Ein Kurzpraktikum kann nur einmal pro Jahr abgeschlossen werden, der Ausbildungsbeitrag ist mit 900 Euro monatlich festgesetzt.

"Diese Dienstrechtsnovelle sieht klare Regelungen für Praktika vor. Damit übernimmt der Öffentliche Dienst einmal mehr eine Vorreiterrolle. Wir brauchen gerechte Lösungen für junge Menschen gerade am Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben. Ordentliche Beschäftigungsverhältnisse müssen in jeder Lebensphase eine Selbstverständlichkeit sein", so Lueger abschließend. (Schluss) ah/sas/mp

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