Höheres Tempo bei Bildungsreformen gefordert - IV und AK stehen voll hinter dem Bildungsvolksbegehren

Linz (OTS) - Österreich braucht als eines der wohlhabendsten Länder der Welt das bestmögliche Bildungssystem. Darin sind sich die Präsidenten Dr. Johann Kalliauer (Arbeiterkammer Oberösterreich) und Dipl.-Ing. Klaus Pöttinger (Industriellenvereinigung Oberösterreich) einig. Gemeinsam unterstützen sie das Bildungsvolksbegehren, das morgen startet. Bis 10. November gibt es die Möglichkeit, zu unterschreiben.

Hoher Aufwand, hohe Kosten, mittelmäßige Ergebnisse: Die Leistungsfähigkeit des österreichischen Schulsystems lässt viel zu wünschen übrig. In zahlreichen internationalen Vergleichsstudien (PISA, PIRLS, Education at a glance) liegt Österreich, verglichen mit anderen Industriestaaten, weit zurück. Auf der anderen Seite führt der hohe Anteil von Jugendlichen ohne Berufsausbildung (15 Prozent, im oberösterreichischen Zentralraum sogar 20 Prozent) direkt in den Fachkräftemangel.

Die Defizite in Österreich werden durch die genannten Studien immer wieder belegt, geschehen ist bisher (zu) wenig. "Um die notwendigen Ziele zu erreichen, braucht es eine grundlegende Reform des Schulsystems, das heißt mehr Mittel in den Klassen und weniger in der Verwaltung. Die Zukunft dieses Landes entscheidet sich vorrangig in den Kindergärten, Klassenzimmern und Hörsälen", meint IV-Präsident Pöttinger.

Geänderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern eine Neugestaltung des Bildungssystems. "Der Engpass bei gut ausgebildeten Fachkräften droht zur Wachstumsbremse zu werden. Ein exzellenter Industriestandort braucht ein exzellentes Schulsystem", erklärt Pöttinger.

Unser Bildungssystem verfestigt soziale Ungleichheiten und "vererbt" Bildung, statt bessere Chancen für alle zu bieten. "Wir wissen, dass junge Menschen ohne abgeschlossene Berufs-ausbildung schlechte Karten im Leben haben, und das liegt in erster Linie am Versagen des Schulsystems. Die Schule könnte aber der ideale Ort sein, um jedes einzelne Kind zu fördern und schlechte Startvoraussetzungen auszugleichen. Die Potentiale großer Teile der Jugend brach liegen zu lassen, ist menschlich, gesellschaftlich und ökonomisch nicht akzeptabel", betont AK-Präsident Kalliauer.

Mit dem ehrgeizigen Ziel, nicht weniger als die bestmögliche Bildung für alle anzustreben, haben die IV und die AK in Oberösterreich die "Initiative für ein besseres oberösterreichisches Schulsystem" gestartet. Viele Schlussfolgerungen und Forderungen dieser gemeinsamen Initiative weisen in die gleiche Richtung wie das Bildungsvolksbegehren: Frühförderung, ein faires und alle einschließendes Bildungssystem, in dem die Trennung der Kinder nach ihren Begabungen und Interessen frühestens am Ende der Sekundarstufe I erfolgt, individuelle Förderung von Talenten und Begabungen, flächendeckende Ganztagsschule, Berufsorientierung, Lehrkräfteausbildung Neu, eine moderne, autonome und effektive Schulverwaltung ohne Parteieneinfluss sowie vor allem bessere Ergebnisse!

"Bildung ist die Ausstattung mit Chancen, ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr wichtigstes Erwerbsvermögen. Derzeit bekommen viele junge Menschen zu wenig davon. Das muss anders werden. Helfen Sie mit, unterstützen Sie das Bildungsvolksbegehren!", appelliert AK-Präsident Kalliauer.

Der AK-Präsident und der IV-Präsident sind überzeugt: "Wenn viele Menschen das Bildungsvolksbegehren unterstützen, kann das das Reformtempo beschleunigen."

Mehr zum Bildungsvolksbegehren finden Sie auf www.arbeiterkammer.com

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