- 02.11.2011, 11:28:23
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Höheres Tempo bei Bildungsreformen gefordert - IV und AK stehen voll hinter dem Bildungsvolksbegehren
Linz (OTS) - Österreich braucht als eines der wohlhabendsten
Länder der Welt das bestmögliche Bildungssystem. Darin sind sich die
Präsidenten Dr. Johann Kalliauer (Arbeiterkammer Oberösterreich) und
Dipl.-Ing. Klaus Pöttinger (Industriellenvereinigung Oberösterreich)
einig. Gemeinsam unterstützen sie das Bildungsvolksbegehren, das
morgen startet. Bis 10. November gibt es die Möglichkeit, zu
unterschreiben.
Hoher Aufwand, hohe Kosten, mittelmäßige Ergebnisse: Die
Leistungsfähigkeit des österreichischen Schulsystems lässt viel zu
wünschen übrig. In zahlreichen internationalen Vergleichsstudien
(PISA, PIRLS, Education at a glance) liegt Österreich, verglichen mit
anderen Industriestaaten, weit zurück. Auf der anderen Seite führt
der hohe Anteil von Jugendlichen ohne Berufsausbildung (15 Prozent,
im oberösterreichischen Zentralraum sogar 20 Prozent) direkt in den
Fachkräftemangel.
Die Defizite in Österreich werden durch die genannten Studien
immer wieder belegt, geschehen ist bisher (zu) wenig. "Um die
notwendigen Ziele zu erreichen, braucht es eine grundlegende Reform
des Schulsystems, das heißt mehr Mittel in den Klassen und weniger in
der Verwaltung. Die Zukunft dieses Landes entscheidet sich vorrangig
in den Kindergärten, Klassenzimmern und Hörsälen", meint IV-Präsident
Pöttinger.
Geänderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
erfordern eine Neugestaltung des Bildungssystems. "Der Engpass bei
gut ausgebildeten Fachkräften droht zur Wachstumsbremse zu werden.
Ein exzellenter Industriestandort braucht ein exzellentes
Schulsystem", erklärt Pöttinger.
Unser Bildungssystem verfestigt soziale Ungleichheiten und
"vererbt" Bildung, statt bessere Chancen für alle zu bieten. "Wir
wissen, dass junge Menschen ohne abgeschlossene Berufs-ausbildung
schlechte Karten im Leben haben, und das liegt in erster Linie am
Versagen des Schulsystems. Die Schule könnte aber der ideale Ort
sein, um jedes einzelne Kind zu fördern und schlechte
Startvoraussetzungen auszugleichen. Die Potentiale großer Teile der
Jugend brach liegen zu lassen, ist menschlich, gesellschaftlich und
ökonomisch nicht akzeptabel", betont AK-Präsident Kalliauer.
Mit dem ehrgeizigen Ziel, nicht weniger als die bestmögliche
Bildung für alle anzustreben, haben die IV und die AK in
Oberösterreich die "Initiative für ein besseres oberösterreichisches
Schulsystem" gestartet. Viele Schlussfolgerungen und Forderungen
dieser gemeinsamen Initiative weisen in die gleiche Richtung wie das
Bildungsvolksbegehren: Frühförderung, ein faires und alle
einschließendes Bildungssystem, in dem die Trennung der Kinder nach
ihren Begabungen und Interessen frühestens am Ende der Sekundarstufe
I erfolgt, individuelle Förderung von Talenten und Begabungen,
flächendeckende Ganztagsschule, Berufsorientierung,
Lehrkräfteausbildung Neu, eine moderne, autonome und effektive
Schulverwaltung ohne Parteieneinfluss sowie vor allem bessere
Ergebnisse!
"Bildung ist die Ausstattung mit Chancen, ist für
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr wichtigstes Erwerbsvermögen.
Derzeit bekommen viele junge Menschen zu wenig davon. Das muss anders
werden. Helfen Sie mit, unterstützen Sie das Bildungsvolksbegehren!",
appelliert AK-Präsident Kalliauer.
Der AK-Präsident und der IV-Präsident sind überzeugt: "Wenn viele
Menschen das Bildungsvolksbegehren unterstützen, kann das das
Reformtempo beschleunigen."
Mehr zum Bildungsvolksbegehren finden Sie auf
www.arbeiterkammer.com
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Martina Macher
Tel.: (0732) 6906-2190
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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