Neues Volksblatt: "Vorverurteilt" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 2. November 2011

Linz (OTS) - Wie es ausschaut, hat nicht die Junge ÖVP die 100.000 Euro von der Telekom bekommen, wie ein früherer Telekom-Vorstand behautet, sondern die Junge Wirtschaft, eine Organisation der Wirtschaftskammer.
JVP und JW - wer kennt sich da schon aus? Der Herr Ex-Vorstand jedenfalls nicht. Er will sich offensichtlich auch nicht auskennen -oder es ist ihm ein Anliegen, die ÖVP anzupatzen und in Verruf zu bringen, sonst hätte er nach den Protesten der JVP einen zweiten Blick auf den Fall geworfen. Statt dessen hat er seinen Anwalt den Vorwurf wiederholen lassen.
Dass nach der ersten Beschuldigung sofort die üblichen Vorverurteiler auf den Plan getreten sind - rasch, bevor sich die Anschuldigungen in Luft auflösen können -, hat nicht überrascht. Einigermaßen verwunderlich war aber, dass sich die grüne Chefin des Korruptions-Untersuchungsausschusses, Gabriela Moser, in die erste Reihe der Vorverurteiler gestellt hat und die Sache gleich in den Ausschuss hineinpacken wollte. Jene Moser, die nach ihrer Bestellung zur Ausschussvorsitzenden noch große Reden über Seriosität und Objektivität gehalten hatte.
Jetzt wissen wir, was davon zu halten ist und worauf wir uns im Ausschuss gefasst machen müssen.

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