MKV zur Gesamtschule: Ende der Entscheidungsfreiheit der Eltern

Negative Auswirkungen auf HAK und HTL

Wien (OTS) - "Nicht alles was sich hinter manchen vordergründigen lobenswerten Formulierungen des Androsch-Bildungsvolksbegehrens verbirgt, ist tatsächlich bildungspolitisch wünschenswert", stellte der Vorsitzende des Mittelschülerkartellverbands, Staatssekretär a. D. Mag. Helmut Kukacka zum Beginn der Eintragungswoche fest. Denn was das Bildungsvolksbegehren wirklich will, lässt sich auf folgenden Nenner bringen:

- eine staatlich verordnete Gesamtschule bis zum Ende der Schulpflicht und damit die Abschaffung der Langform des Gymnasiums

- die Abschaffung der Leistungsgruppen zugunsten der illusorischen "individuellen Förderung" von bis zu 25 Kindern und Jugendlichen durch meist eine Lehrkraft, manchmal auch zwei, in weitgehend inhomogenen Klassen

- das Ende der Entscheidungsfreiheit der Eltern bezüglich der Schulwahl ihrer Kinder: "Nur mehr für Eltern, die sich teure Privatschulen leisten können, gibt es überhaupt eine Alternative zur staatlichen Einheitsschule bis 15!"

Die Forderung "Gesamtschule bis zum Ende der Schulpflicht"- das heißt bis zum 15 Lebensjahr- hat auch für das berufsbildende mittlere und höhere Schulwesen (HTL, HAK, ...) enorme negative Auswirkungen. Damit enden diese Schulen ein Jahr später, was für Bund und Eltern enorme Mehrkosten bedeuten würde, da ein erheblicher Teil eines Jahrganges ein Jahr später ins Erwerbsleben eintritt. Verkürzt man aber das berufsbildende Schulwesen um ein Jahr, geht dies zu Lasten der Qualität dieser internationalen höchst anerkannten Schulen.

"Mit diesen Konsequenzen der Gesamtschule hat man hinter den Berg gehalten.", kritisiert MKV Vorsitzender Kukacka das Bildungsvolksbegehren.

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