Caritas fordert raschen Ausbau der Hospizarbeit

Landau: Kompetenz-Wirrwarr endlich beseitigen

Wien (OTS) - Die Aufnahme aller Hospiz- und Palliativeinrichtungen in die Regelfinanzierung des Gesundheitssystems fordert die Caritas einen Tag vor Allerheiligen. "Zu einer Kultur des Lebens gehört auch eine Kultur des Sterbens, eine Kultur des Umgangs mit den Sterbenden. Wir wünschen uns deutlich mehr politisches Engagement und Tempo, wenn es um die Hospizarbeit in Österreich geht", so Caritasdirektor Michael Landau. Neben dem raschen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung (mobil, teilstationär und stationär) muss die öffentliche Hand jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen und für eine gesicherte Finanzierung in diesen Bereichen sorgen. "Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensabend in Würde und optimale Begleitung bis zum Schluss, deshalb muss dieses Kompetenz-Wirrwarr rasch beseitigt werden. Hier müssen Bund, Länder und Sozialversicherungen an einem Strang ziehen", betont Landau. Ein einheitliches Konzept und die Bündelung der Zuständigkeiten würden allen Beteiligten ihre Tätigkeit erleichtern, den Betroffenen, den Angehörigen, aber auch den Trägern der Hospizarbeit.

Dabei geht es um Lebensqualität bis zuletzt, um ein Sterben in Würde, unabhängig von Wohnort und finanzieller Situation. Derzeit kann die Hospizarbeit in Österreich jedoch nur mit Hilfe von Spenden gesichert werden. "Das ist völlig untragbar. Niemand würde auf die Idee kommen, Spenden zu sammeln, um etwa eine intensivmedizinische Betreuung sicherzustellen. Auch die Hospizarbeit braucht eine gesicherte Finanzierung", so Landau abschließend.

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