Graf: Abschluss der Südamerika-Reise mit erneutem Besuch in Paraguay

Weiterhin enormes Wirtschaftswachstum - Extrem niedrige Steuern schwächen Infrastruktur

Wien (OTS) - Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) und der FPK-Abgeordnete Maximilian Linder haben ihre Südamerika-Reise mit einem dreitägigen Aufenthalt in Paraguay beschlossen. Für Graf war es nach der Reise im März bereits der zweite Besuch, sodass bestehende Kontakte weiter vertieft wurden. In der Hauptstadt Asuncion feierte die Delegation den 26. Oktober mit einigen Auslandsösterreichern.

Vizestaatspräsident Federico Franco Gomez von der liberalen Partei, der die FPÖ als Schwesterpartei sieht, erklärte Graf das neue Wahlrecht, das den etwa eine Million im Ausland lebenden Paraguayern die Möglichkeit gibt, an Wahlen als Wähler (nicht als Kandidaten) teilzunehmen. Paraguay boomt weiterhin und erwartet für heuer, so Franco Gomez, trotz globaler Krise ein Wachstum von rund 8 Prozent nach 15 Prozent im Jahr 2010. Der Vizepräsident teilte der österreichischen Delegation auch mit, dass er beabsichtige, bei den Präsidentenwahlen 2013 anzutreten.

Im sehr modernen Parlamentsgebäude, das von Taiwan gesponsert wurde, empfing Parlamentspräsident Victor Bogado die Delegation, berichtete von einem Österreich-Besuch in Bregenz im Rahmen des Mercosur-Treffens 2007 und würde gerne wieder kommen. Bogado sagte zu, eine Ausstellung, des Innviertler Künstlers Odin Wiesinger zu eröffnen, die nächstes Jahr in Asuncion stattfinden soll.

Im Gespräch mit dem Bürgermeister von San Bernardino, einer Gründung der Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche, wurden die Probleme Paraugays offenbar. Durch die niedrigen Steuern sind die Gemeinden extrem unterfinanziert. Beispielsweise bezahlt man für ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück nur 11 Euro im Jahr an Grundsteuer. Deshalb gibt es nicht einmal Geld für die Erneuerung von Pumpen in der Kläranlage, die gesamte Infrastruktur wird dadurch geschwächt.

Zum Abschluss der Reise wurde ein Abkommen zwischen der Österreichischen Gesellschaft der Freunde Lateinamerikas (ÖGFLA) und der Deutsche Schule Independencia unterzeichnet. Die ÖGFLA, der Graf als Präsident vorsteht, wird diese Schule verstärkt unterstützen. Beim letzten Besuch wurden bereits 1000 Euro gespendet. Mit diesem Betrag kann ein Lehrer beinahe ein halbes Jahr beschäftigt werden.

Die Delegation um Graf hatte im Zuge der Reise zunächst Chile besucht und war dort mit zahlreichen ranghohen Politikern zusammen getroffen.

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