• 30.10.2011, 11:37:30
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Kukacka: "MKV lehnt Gesamtschulforderung des Androsch-Bildungsvolksbegehrens ab"

Neue Mittelschule gewährleistet Durchlässigkeit des österreichischen Schulsystems

Wien (OTS) - "Die Einigung der Regierung auf die flächendeckende
Aufwertung der Hauptschulen zu Neuen Mittelschule ist ein wichtiger
bildungspolitischer Meilenstein in Richtung einer sachorientierten
Reform der österreichischen Schulen", begrüßte heute der Vorsitzende
des Mittelschülerkartellverbandes die Beschlüsse zur Neuen
Mittelschule.

Gleichzeitig wendet sich aber der MKV gegen die Unterstützung des
Androsch-Bildungsvolksbegehrens, weil dieses die staatlich verordnete
Gesamtschule bis 15 einführen möchte. Dies würde die Abschaffung der
Langform des Gymnasiums bedeuten. Die Gesamtschule wäre auch das Ende
der Entscheidungsfreiheit der Eltern über die Schulwahl ihrer Kinder.
Nur mehr für Eltern, die sich teure Privatschulen leisten können,
gibt es dann eine Alternative zur staatlichen Einheitsschule. "Dies
würde tatsächlich eine umfassende soziale Selektion darstellen",
kritisierte Kukacka.

Im Übrigen zeigt der Vergleich der Schulsysteme insbesondere auch
in der Bundesrepublik, dass die Gesamtschule keines ihrer Versprechen
eingelöst hat. Weder hat sie für Chancengleichheit gesorgt noch das
Leistungsniveau angehoben.

Vielmehr liegen die deutschen Bundesländer mit verpflichtender
Gesamtschule in allen Leistungsvergleichen hinter den Bundesländern
mit differenziertem Schulsystem (z.B. Bayern, Baden-Württemberg).

"Das Androsch-Bildungsvolksbegehren bekennt sich zwar auch zu
einigen lobenswerten allgemeinen Formulierungen, ein klares
Bekenntnis zur schulischen Leistung sucht man aber ebenso vergeblich,
wie die Forderung nach einer speziellen Begabtenförderung. Ebenso
bleibt die Frage offen, ob es Zugangstest für Hochschulen,
Studiengebühren oder ähnliches geben soll.", stellte Kukacka fest.

Mit der Neuen Mittelschule bleibt auch die Durchlässigkeit des
österreichischen Schulsystems gewährleistet. Die bildungspolitische
Entscheidung bleibt bis zum 14 Lebensjahr offen, und muss nicht - wie
von den Gesamtschulbefürwortern behauptet- schon mit 10 Jahren
getroffen werden.

"Jeder dafür geeignete Schüler kann auch nach der Neuen
Mittelschule in eine der verschiedenen
Oberstufenformen(Oberstufenrealgymnasium, HAK, HTL, Lehre mit Matura,
etc.) übertreten und die Matura erreichen", schloss Kukacka.

Rückfragehinweis:
Gregor Stiebellehner
0676/6112953
[email protected]

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