ÖH an van der Bellen: Studiengebühren kein gangbarer Weg

Wien (OTS) - "Es ist enttäuschend, dass gerade Alexander van der Bellen die Einführung der Studiengebühren fordert. Er sollte sich lieber seiner Rolle als Unibeauftragter bewusst werden und sich für die Ausfinanzierung der Hochschulen durch den Bund einsetzen, anstatt Studierende schröpfen zu wollen. Außerdem gibt es in seinem Bereich genügend Baustellen, die dringend behandelt werden müssen - wie zum Beispiel die Teuerung der Studierendenwohnheime", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

"Van der Bellen als Volkswirt sollte aus den Einkommensstatistiken wissen, dass es keine reichen Studierenden, sondern nur reiche Eltern gibt. Ebenfalls sollte er sich mit der Studierendensozialerhebung befasst haben, die die sozial und finanziell schlechte Lage der Studierenden verdeutlicht. Das durchschnittliche Einkommen der Studierenden liegt unter der Armutsgrenze. Gebühren von dieser Gruppe einzuheben hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Diese muss über ein tatsächlich progressives Steuersystem geschafft werden", erklärt Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.

"Die von van der Bellen angeprangerte Abschaffung der Studiengebühren im Jahr 2008 war kein Fehler, sondern eine richtige Entscheidung. Die Wiedereinführung im Jahr 2002 hat zum Studienabbruch von 40.000 Studierenden geführt. Verfolgt man die 2020 Ziele von einer AkademikerInnenquote ernsthaft, darf an Hürden und Barrieren wie Studiengebühren in keinster Weise gedacht werden. Diese Ziele schreiben nämlich ebenfalls einen Budgetpfad von 2 Prozent des BIP für die Hochschulen vor. Das ist es, was wir brauchen und keine Studiengebühren", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

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