Khol ad VfGH - Alleinverdienerabsetzbetrag: "Topf-Sonderausgaben" sofort reparieren! Zuerkennungsgrenze für AVAB deutlich anheben!

82% der Betroffenen leben zu zweit von weniger als 2.000,- brutto!

Wien (OTS) - "Monatelang haben wir auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts (VfGH) gewartet: Wird man uns den Alleinverdienerabsetzbetrag (AVAB) zurückgeben? Jetzt hat der VfGH entschieden - leider gegen uns! Dabei hat der der VfGH nicht geprüft, ob die Abschaffung des AVAB aus Sicht der Verfassung eine verbotene Ungleichbehandlung zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen darstellt. Er hat lediglich geprüft, ob die Maßnahme "sozial verträglich" ist. Weil Pensionen bis 1.055,- Euro brutto im Zuge der "Abschleifmaßnahmen" ausgenommen wurden, befand das Gericht, dass der monetäre Verlust für die höheren Pensionen verhältnismäßig gering, zumutbar und somit im Rahmen des "politischen Gestaltungsrahmens" gerechtfertigt sei. Abgeblitzt!", erklärt Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates anlässlich des heute veröffentlichten Entscheids des Höchstgerichts.

Die konkreten Forderungen des Seniorenbundes:
"Topf-Sonderausgaben" vor Jahresende reparieren! Zuerkennungsgrenze für AVAB deutlich anheben!

1. "Topf-Sonderausgaben" sofort reparieren!

"Im Zuge der Abschaffung des AVAB passierte auch ein legistischer Fehler: Auch die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit von bestimmten Investitionen (zB Barrierefrei-Umbau) wurde für ehemalige AVAB-Bezieher halbiert. Dies muss nun noch vor Jahreswechsel repariert werden (erste Anwendung wäre ohnehin erst ab 1.1.2012 gewesen)", erklärt Khol zu einem nicht unwichtigen Nebenergebnis der Änderungen vom 1.1.2011.

2. Zuerkennungsgrenze des AVAB deutlich anheben!

"Zusätzlich werden wir im Zuge der Pensionsverhandlungen 2012 alles daran setzen, dass ab 1.1.2012 der AVAB zumindest deutlich mehr Familien zugestanden wird. Ziel ist dabei eine Anhebung der Grenze von dzt 1.055,- auf zumindest 1.500,- Euro", formuliert Khol das zweite konkrete Ziel der Senioren.

Abschließend hält der Seniorenbund-Obmann fest:

"Dies können freilich nur die ersten Schritte sein. Ich halte die Abschaffung des AVAB für Pensionistenehepaare menschlich und politisch gesehen nach wie vor für eine grobe Fehlentscheidung. Aufgrund einer Petition der GÖD-Pensionisten wird der AVAB noch einmal im zuständigen Parlamentsausschuss behandelt werden, wo wir diese Sichtweise nochmals deutlich zum Ausdruck bringen werden. Trotz negativem VfGH-Entscheid geben wir uns nicht geschlagen!"

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