Berufsausweis für Makler als Mogelpackung ?

Der SWV Wien warnt, dass die "immocard" nicht immer hält, was sie verspricht

Wien (OTS) - Österreich ist Vorreiter und hat als erster Staat in der europäischen Union den Berufsausweis für Immobilientreuhänder/-innen - also Immobilienmakler und Immobilienverwalter eingeführt. Am Bundesimmobilientag wurde die in der Fachgruppe Wien geborene "immocard" offiziell vom Fachverband der Immobilientreuhänder vorgestellt.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) Wien hat diese Idee von Beginn an forciert: ein Ausweis für Immobilienprofis, der bestätigt, dass dem Konsumenten wirklich ein Spezialist gegenübersteht, der entweder selbst die Gewerbeberechtigung hat oder aber ein bestens ausgebildeter Mitarbeiter eines solchen Unternehmens ist. "Wir wollen mehr nachvollziehbare Qualität und Kompetenz in der Branche", unterstützt Christian Hrdliczka, Vorsitzender der Fachvereinigung Immobilientreuhänder des SWV Wien die grundsätzliche Wichtigkeit einer solchen Maßnahme.

Gewerbeberechtigte Makler und Verwalter können ab sofort für sich selbst und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre ganz persönliche Immobiliencard beantragen.
Die Schwierigkeit liegt hier aber im Detail. Denn für die MitarbeiterInnen muss erst bis Ende 2013 ein genormter Ausbildungsnachweis vorgelegt werden.

"Diese Übergangsfrist ist zu lang. Die Ausbildungsmodule sind eingeführt und die Anbieter sind festgelegt. Wir können ausreichend Ausbildungsprogramme und Ressourcen anbieten, um diesen Prozess viel rascher abzuwickeln. Wir fordern daher die Ausbildungsverpflichtung innerhalb von 6 Monaten durchzuziehen", so Christian Hrdliczka.

Bisher wurden 300 Karten beantragt, und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass nur der Gewerbeinhaber eine entsprechende Ausbildung hat, seine MitarbeiterInnen aber nicht. "Die jetzige Funktion der immocard - ein Gewerbeschein im Scheckkartenformat - ist eindeutig zu wenig" so Christian Hrdliczka. Und weiter: "Was zählt sind Qualität, kompetente Beratung und Sicherheit."

Ähnlich des Ausweises für Sachverständige österreichischer Gerichte trägt die Card den Namen des gewerbeberechtigten Unternehmens für das der Karteninhaber tätig ist, den Namen des Karteninhabers, sein Foto und eine persönliche Identifikationsnummer.
"Es lohnt sich, genauer hinzusehen und auch die Rückseite der Karte zu prüfen. Hier werden die immobilienspezifischen Ausbildungen und die Zugehörigkeit zu nationalen und internationalen Verbänden eingetragen. Besonders in der Übergangszeit bis 2013 lässt sich so die Spreu vom Weizen trennen" empfiehlt Christian Hrdliczka abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien
Dr. Ursula Scheidl
Leitung Kommunikation, Pressesprecherin
Tel.: +43(1)5224766-42
ursula.scheidl@swv.org
http://www.swv.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW0001