- 26.10.2011, 16:45:05
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Kukacka: "MKV begrüßt schulpolitische Reformen der Bundesregierung" Androsch Volksbegehren wird abgelehnt"
Wien (OTS) - Der MKV begrüßt die Einigung der Regierung über die
rasche Weiterentwicklung der Hauptschulen zur flächendeckenden Neuen
Mittelschule, stellte heute der Vorsitzende des Mittelschüler
Kartellverbandes der katholisch farbetragenden
Mittelschülerstudentenverbindungen Mag. Helmut Kukacka fest.
Mit dieser notwendigen Reform wird die Neue Mittelschule
konkurrenzfähiger zur Unterstufe der AHS gemacht. Es bestehe damit
eine gute Chance, dass diese nicht mehr - wie bisher die Hauptschulen
in den städtischen Ballungszentren und vor allem in Wien - zu
Restschulen aller leistungsschwächeren Schüler verkommt. Mit der
Neuen Mittelschule wird auch der Druck der Eltern geringer, ihre
Kinder unbedingt in die Unterstufe der AHS schicken zu wollen. Sie
kann damit zukünftig eine bildungspolitische Alternative darstellen,
erläuterte Kukacka.
Die Durchlässigkeit des österreichischen Schulsystems wird auch in
Zukunft sicherstellen, dass die bildungspolitische Entscheidung bis
zum 14 Lebensjahr offen bleibt, und nicht wie von den
Gesamtschulbefürwortern behauptet, schon mit 10 Jahren getroffen
werden muss.
Jeder dafür geeignete Schüler kann auch nach der Neuen
Mittelschule in eine der verschiedenen Oberstufenformen
(Oberstufenrealgymnasium, HAK, HTL, Lehre mit Matura, etc.)
übertreten und die Matura erreichen, stellt Kukacka klar.
Der MKV wendet sich aber gegen die Unterstützung des Androsch
Volksbegehren, weil dieses letztlich die staatlich verordnete
Gesamtschule bis zum Ende der Schulpflicht fordert. Diese bedeutet
auch das Ende der Entscheidungsfreiheit der Eltern bzgl. der
Schulwahl ihrer Kinder. Nur mehr für Eltern die sich teure
Privatschulen leisten können gibt es dann eine Alternative zur
staatlichen Einheitsschule bis 15.
Im Übrigen zeigt der Vergleich der Schulsysteme insbesondere auch
in der Bundesrepublik, dass die Gesamtschule keines ihrer Versprechen
eingelöst hat. Weder hat sie für Chancengleichheit gesorgt noch das
Leistungsniveau angehoben.
Vielmehr liegen die deutschen Bundesländer mit verpflichtender
Gesamtschule, in den schulpolitischen Rankings, hinter den
Bundesländern mit differenziertem Schulsystem (z.B. Bayern, Baden
-Württemberg).
Darüberhinaus bleibt das Androsch Volksbegehren bei weitgehend
plakativen Gemeinplätzen. Es kennt keine Begabtenförderung und lässt
Fragen offen ob es Zugangstest für Hochschulen, Studiengebühren oder
ähnliches geben soll, stellte Kukacka fest.
Um die Förderung individueller Begabungen und Bildungswünsche
weiter zu gewährleisten, muss das differenzierte österreichische
Schulwesen beibehalten, aber weiterhin verbessert und
weiterentwickelt werden. Denn bestmöglichste Bildung und Ausbildung
muss vor allem auf die frühe und umfassende Förderung individueller
Begabungen und Talente ausgerichtet sein, schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Mittelschüler Kartell-Verband
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