ÖH: Ein Jahr nach Loipersdorf-Budgetklausur werden bildungspolitische Verfehlungen deutlich

Studierende müssen Budgetfehler ausbaden

Wien (OTS) - "Ein Jahr nach der Loipersdorf-Budgetklausur müssen wir das traurige Resümee ziehen: Diese Regierung setzt sich nicht für, sondern gegen die Studierenden ein. Was die Regierung im vergangenen Jahr in Loipersdorf mit der Streichung der Familienbeihilfe für alle über 24-Jährigen verbrochen hat, spüren die Studierenden jetzt so richtig. Sie sind es, die existenziell davon betroffen sind und auf deren Rücken der politische Unwille zu einer zukunftsorientierten Bildungspolitik ausgetragen wird", zeigt sich Grabuschnig, ÖH Generalsekretär erbost.

"Für viele bedeutet die damalige Entscheidung, dass immer mehr Studierende ihr Studium abbrechen müssen, da sich die soziale und finanzielle Lage weiter zuspitzt. Zur Familienbeihilfekürzung kommt die Teuerung der Selbstversicherung und, dass der Zuschuss für die Studierendenwohnheime gestrichen wurde. Anstatt sich zu überlegen, wie weitere Gebühren eingehoben werden können oder Leistungen gekürzt werden, sollte sich die Regierung endlich Gedanken über eine wirkliche soziale Absicherung der Studierenden machen. Nicht alle Studierenden haben Eltern, die es sich leisten können, die fehlgeleitete Budgetpolitik der Regierung auszugleichen", ärgert sich Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

"Wo bleibt das Beihilfen- und Stipendiensystem, das endlich die Lebenssituation von Studierenden entprekarisiert? Österreich hat die EU-2020 Ziele unterschrieben. Wenn wir wirklich eine 40 prozentige AkademikerInnenquote erreichen wollen, müssen wir das Ruder herumreißen. Wie lange müssen die Studierenden noch unter der verfehlten Budgetpolitik der Regierung leiden? Es braucht einen verbindlichen Finanzierungspfad, bessere Studienbedingungen und mehr Studierende. Zu diesen Zielen sollten sich alle Regierungsmitglieder bekennen und endlich danach handeln", so Janine
Wulz vom ÖH Vorsitzteam abschließend.

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