- 25.10.2011, 09:38:53
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VKI gegen Alkoholwerbung - Klage auch gegen Splashline
Maturareisen mit "Rum und Vodka rund um die Uhr" beworben
Wien (OTS/VKI) - Das Unternehmen Splashline bietet - in
Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter TUI - Maturareisen in die
Türkei an. Im Prospekt und auf der Homepage des Event-Unternehmens
wird die Reise aggressiv damit beworben, dass es hochprozentigen
Alkohol (Rum und Wodka) gibt. Diese Reisen werden in den
Maturajahrgängen österreichischer Schulen angeboten. Gleichzeitig ist
in vielen Bundesländern den Schülern - nach den
Jugendschutzbestimmungen - der Konsum solcher harten Getränke
verboten. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) geht daher
gegen diese aggressive Alkohol-Werbung mit Verbandsklage nach dem
Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) vor und klagt nunmehr (nach
DocLX) auch Splashline auf Unterlassung solcher Werbemaßnahmen.
Splashline bewirbt das Matura-Event 2012 "Summer Splash" auf der
ersten Seite des Kataloges sinnigerweise mit einer - aus Menschen im
Pool - geformten Flasche von "Absolut-Vodka". Auf der Homepage
erfährt man: "Premium Alkohol wie Absolut Vodka und Havana Club Rum
im All Inclusive Konzept von 0-24h! Wir bleiben unserer Linie treu -
Summer Splash ist auch 2012 die Maturareise, bei der es rund um die
Uhr Absolut Vodka, Havana Club Rum und die passenden
Qualitäts-Beigetränke gibt!" Dazu finden sich zahlreiche Bilder, auf
denen Jugendliche mit Rum- und Wodkaflaschen in der Hand in die
Kamera lachen.
Nachdem sich gestern der zunächst geklagte Veranstalter DocLX u.a.
damit gerechtfertigt hatte, dass Splashline mit dieser Alkoholwerbung
begonnen habe, wird der VKI heute - nach Prüfung der Werbeunterlagen
- auch gegen Splashline Klage auf Unterlassung einbringen.
"Die großen Maturareise-Veranstalter scheinen sich damit
übertrumpfen zu wollen, wer ein Mehr an harten Alkoholika zu bieten
hat", zeigt sich Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI
über das Verhalten der Marktführer bei Maturareisen empört. "Das sind
Werbeauswüchse, die es zu bekämpfen gilt." Schließlich sind harte
Getränke - zu Recht - in vielen Bundesländern für Jugendliche
verboten. Ebenso wie es für Radio und Fernsehen Werbebeschränkungen
gibt und man damit - so das Schulunterrichtsgesetz - an Schulen keine
Werbung treiben darf.
"Es geht uns hier nicht darum, Jugendliche um ihren Spaß an der
Maturareise zu bringen, sondern wir bekämpfen aggressive
Werbemethoden, die vermeintlich vorgeben, was Spaß zu machen hat",
begründet Kolba das Engagement des VKI.
Der VKI wird unter www.verbraucherrecht.at über den Fortgang der
Verfahren weiter berichten.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation
Dr. Peter Kolba, Leiter Bereich Recht
Tel.: 01 / 58877 - 320
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