Blecha: Brauchen "Vertrauensoffensive" für staatliches Pensionssystem und Aufklärung über private Pensions-Abzocke

Jugendstudie bestätigt Vorschläge des Pensionistenverbandes und von Jugendorganisationen

Wien (OTS) - Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha bewertet die heute präsentierte Jugendstudie sehr positiv:
"Das Ergebnis hat gezeigt, dass es keinen "Krieg der Generationen" gibt, wie ihn so manche Medien und sogenannte Experten gerne hätten. Jüngere Menschen anerkennen die Erfahrung der älteren Generation, das Verbindende überwiegt. Außerdem liegen wir Älteren ganz auf der Linie der Jungen. Es muss Reformen geben, zum Beispiel zur langfristigen Sicherung des Pensionssystems.

Blecha: "Ein späteres Pensionsalter fällt aber nicht vom Himmel. Dafür brauchen wir zuerst eine altersgerechte Arbeitswelt mit Jobs, die nicht krank machen!"

Dass die Jugend das Vertrauen in das staatliche Pensionssystem verloren hat, ist für Blecha das Ergebnis eines permanenten Totredens durch Banken und Versicherungen, die auf Kosten der Jugend Geschäfte machen wollen.

Blecha fordert daher intensive Aufklärungsarbeit, eine "Vertrauensoffensive" für das staatliche Pensionssystem, denn: "Das staatliche Pensionssystem hat gerade in Krisenzeiten seine Stabilität unter Beweis gestellt. Hingegen wird bei den Privat-Pensionspolizzen den jungen Menschen Sand in die Augen gestreut. Es ist doch mittlerweile allen klar, dass man mit unsicheren Aktien keine sichere Pension erwarten kann!" Blecha fordert daher, die staatliche Prämienförderung einzustellen. Laut Blecha landet dieses Geld nicht bei den Jungen, sondern wird für Propaganda der Privatversicherer gegen das staatliche Pensionssystem verwendet. "Derzeit ist die private Pensionsvorsorge - auch "Grasser-Rente" genannt - eine reine Abzocke. 40 Prozent der 1,6 Millionen Polizzen, also 600.000 Privatpensionsverträge erlitten und erleiden Verluste, die nicht mehr einzuholen sind", prangert Blecha an - "sichere Systeme schauen anders aus!"

Blecha forciert derzeit gemeinsam mit Jugendorganisationen den "Dialog der Generationen". Schon nächste Woche findet die nächste Veranstaltung am 3. November 2011, um 19 Uhr in Mattersburg (Burgenland) statt. Blecha: "Jüngere und Ältere diskutieren dabei intensiv miteinander und es kommen immer wieder bemerkenswerte Reformvorschläge: Wenn die heute Jungen in Pension gehen, gilt die lebenslange Durchrechnung ihrer Pensionsbeiträge. Das heißt, dass auch Zeiten mit geringem Einkommen (Berufspraktika, Ferialjobs etc.) zu Buche stehen und das Pensionsniveau drücken. Daher unterstützt der Pensionistenverband den Vorschlag von SJ-Vorsitzenden Wolfgang Moitzi und JG-Vorsitzenden Tina Tauß, die "schlechtesten" 10 Jahre" unberücksichtigt zu lassen. "Auch die Jungen müssen einmal eine Pension bekommen, von der sie leben können!", so Blecha.
Blecha erklärt: "Bei jeder Veranstaltung, bei jedem "Runden Tisch", bei jeder Verhandlung frage ich: "Sind die Jungen auch dabei?" Wir im Pensionistenverband leben die Solidarität der Generationen!"

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