• 18.10.2011, 12:49:55
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Westsahara - Bayr für gelebte Solidarität mit dem Volk der Saharauis

Podiumsdiskussion "Frauen der Westsahara - Gender und nationale Identität im Exil"

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale
Entwicklung, moderierte Montagabend eine Podiumsdiskussion der
Veranstaltungsreihe "femmes globales" mit dem Titel "Frauen der
Westsahara - Gender und nationale Identität im Exil" im "ega:frauen
im zentrum". Die Veranstalterinnen und Veranstalter wollen mit dieser
Diskussionsrunde an die Krisenregion Westsahara erinnern, wo seit
Jahrzehnten ein Konfliktherd schwelt. "Das Volk der Saharauis ist nun
seit bald 40 Jahren darum bemüht, sich von der Unterdrückung durch
Marokko zu befreien, welches das Gebiet besetzt", so Bayr und
forderte wieder mehr gelebte Solidarität mit dem Volk der Saharauis
ein. ****

"Im von Marokko besetzten Gebiet versuchen die Saharauis seit über 30
Jahren, ihre Völkerrechte gegen die Unterdrückung und für mehr
Selbstbestimmung durchzusetzen", erklärte Bayr. 20 Jahre nach
Ausrufung des Waffenstillstands mit Marokko gilt die Westsahara heute
noch immer als "letzte Kolonie Afrikas" und viele Sahauris leben in
Flüchtlingslagern im Süden Algeriens. Diskutiert wurde deshalb über
die Auswirkungen von nationaler Identität und Konflikt auf die
Situation der Frauen in den Flüchtlingslagern der Westsaharauis.
"Denn die Frauen waren beim Aufbau neuer Strukturen in den
Flüchtlingslagern und in vielen anderen Bereichen maßgeblich
beteiligt", sagte die Entwicklungssprecherin.

Bayr forderte verstärkte Bemühungen des UN-Weltsicherheitsrates, um
eine friedliche Lösung für die Westsahara zu realisieren. "Auch
Österreich kann einen Beitrag dazu leisten, um endlich zu einer
friedlichen Lösung zu kommen und damit zu einem historischen Erfolg
für eine selbstbestimmte Westsahara beitragen", so Bayr. Zum Beispiel
bei der Formulierung des partnerschaftlichen Fischereiabkommens
zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Marokko für die
Fanggebiete vor der Küste der Westsahara. "Die Unterzeichnung des
vorliegenden Vertrages kommt einer indirekten Anerkennung Marokkos
als Besatzungsmacht der Westsahara gleich, das ist aus
österreichischer Sicht einfach nicht hinzunehmen" sagte Bayr.

Die von den Wiener SPÖ Frauen und dem Renner Institut initiierte
Veranstaltungsreihe "femmes globales" setzt sich zum Ziel,
verschiedene frauenspezifische Themen im internationalen Kontext mit
Expertinnen und Experten zu erörtern. Diskutiert wurde dieses Mal mit
Maria Mayrhofer und mit Nadjat Hamdi, Vertreterin der Frente
Polisario in Österreich. Die Autorin Erika Pluhar sprach sehr
persönliche einleitende Worte. (Schluss) mis/sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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