• 17.10.2011, 14:24:19
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Frauenministerin Heinisch-Hosek: "Ein Fünftel der Rektorenposten ist mit Frauen besetzt. Das ist ein Erfolg der Quote"

Tagung über die Frauenquote an den österreichischen Universitäten

Wien (OTS) - "Gebe es eine gleichberechtigte Aufteilung, hieße
dies, dass in allen Gremien mehr als 50 Prozent Frauen sitzen. Denn
Frauen stellen in der Bevölkerung die Mehrheit", sagte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Montag, bei der
Eröffnung der Tagung "Wie kommt die Quote in die Universitäten".
Diese wurde von der Österreichischen Universitätskonferenz und der
Rektorenkonferenz an der Technischen Universität Wien durchgeführt.
Erst die Quote mache offensichtlich, wie weit man auch an den
Universitäten von einer Gleichstellung von Frauen und Männern
entfernt sei.

Obwohl mehr Frauen als Männer studieren, gebe es bei den Lehrenden
ein eklatantes Missverhältnis, denn nur 19,6 Prozent der
ProfessorInnen seien Frauen, an der TU seien es sogar nur 9,3
Prozent. "Doch immerhin ein Fünftel der österreichischen
Rektorenposten ist mit Frauen besetzt. Das ist ein Erfolg der Quote",
sagte Heinisch-Hosek.

Es habe eine Weile gedauert, bis die Quote angefangen habe zu
greifen, denn bereits seit 1993 gebe es das
Bundes-Gleichbehandlungsgesetz, das bei gleicher Qualifikation eine
Bevorzugung von Frauen gegenüber von Männern vorsehe, bis ein
Frauenanteil von 45 Prozent erreicht sei. Seit 2009 gebe es eine
Frauenquote für alle universitären Gremien. "Die Personalentwicklung
ist von Universität zu Universität unterschiedlich. Damit wir
kontinuierlich genügend gut ausgebildete Frauen auf allen Ebenen
haben, ist es ganz wichtig, Frauenförderpläne zu erstellen", sagte
die Frauenministerin. Doch das allein werde nicht ausreichen, weshalb
die Politik noch viel früher ansetzen müsse. "Wir müssen bei den
Kindern beginnen und schon jungen Mädchen zeigen, dass etwa Technik
auch für sie spannend sein kann und interessante Berufsfelder
eröffnet."

"Auch wenn das Wort Quote für viele immer noch ein Reizwort zu sein
scheint, zeigt die Realität, dass sie doch sehr erfolgreich ist. Sie
ist ein Hilfsmittel, um ein gemeinsames Ziel - nämlich die
Gleichstellung von Frauen und Männern - zu erreichen", sagte
Heinisch-Hosek.

Dass diese Quote eine Notwendigkeit sei, stellte auch der neue
Präsident der Rektorenkonferenz, Heinrich Schmidinger fest: "Hätten
wir jetzt schon den Zustand der Gleichheit, den wir ja anstreben,
bräuchten wir die Quote erst gar nicht."

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]

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