PRO-GE / GPA-djp: "Wenn man Beschäftigte nicht ernst nimmt, dann machen sie Ernst"

Arbeitgeber sollen endlich konstruktives Angebot vorlegen

Wien (OTS/PRO-GE/GPA-djp/ÖGB) - "Wenn man die Beschäftigten nicht ernst nimmt, dann machen sie Ernst", kommentierte Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) heute im Rahmen einer gemeinsamen Betriebsversammlung von PRO-GE und GPA-djp in der Opel GmbH in Wien die Warnstreiks.

Das Angebot der Arbeitgeber bei den Kollektivvertragsverhandlungen für Metallindustrie, Bergbau und Gas- und Wärmeunternehmen ist nicht akzeptabel, "weil es weit unter den Ergebnissen liegt, die die Unternehmen im vergangenen Jahr gemacht haben", erklärte Katzian vor den Beschäftigten in Aspern, "ihr habt Euren Anteil geleistet, ihr habt in Zeiten einer extrem hohen Inflationsrate eine adäquate Abgeltung verdient. Von schönen Worten kann man nichts kaufen, wenn das tägliche Leben immer teurer wird!"

"Die Beschäftigten bei Opel in Wien stehen geschlossen hinter den gewerkschaftlichen Forderungen", so Beate Albert, Wiener Landessekretärin der PRO-GE. "Die Zahl der Unternehmen, in denen die Belegschaft sich dazu entschließt, mitzumachen, wird immer größer", ergänzt Albert. Niemand sei mit dem Vorsatz in diese Lohn- und Gehaltsrunde gegangen, zu streiken, aber die ArbeitnehmerInnen sehen ihre Anliegen nicht ernst genommen, so Katzian und Albert: "Die Umsätze steigen, der aktuelle Vergütungsreport belegt, dass 84 Prozent der Führungskräfte in Österreich zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung von durchschnittlich rund 68.000 Euro bekommen. Da muss auch für diejenigen, die an den Maschinen und in den Büros ihren Beitrag für diesen Erfolg leisten, mehr drinnen sein als das aktuelle Angebot der Arbeitgeber."

Die Arbeitgeber seien dringend aufgefordert, endlich ein angemessenes Angebot zu machen, appellierten Katzian und Albert abschließend: "Wir sind nicht nur bereit, unsere Beschäftigten bei weiteren Streiks zu unterstützen, wir sind auch jederzeit für vorgezogene, konstruktive Verhandlungen bereit."

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